Champions League

Lahm: "Kein Angriff" auf Sammer

München: Bayern-Kapitän stellt klar

Lahm: "Kein Angriff" auf Sammer

Steht nicht auf öffentliche Kritik: Kapitän Philipp Lahm.

Steht nicht auf öffentliche Kritik: Kapitän Philipp Lahm. picture alliance

Direkt nach dem Sieg in Manchester stellte Lahm klar: "Das war keine Kritik. Das war nur auf mich bezogen, auf die Art, wie ich führen will, auf meine Art, wie ich Kommunikation führen will. Das ist kein Angriff", sagte er gegenüber Sky.

Wenn ein Verantwortlicher das Gefühl habe, die Mannschaft kritisieren zu müssen, "dann soll der das doch bitte intern machen", wird Lahm im Zeit-Artikel zitiert. Eine direkte Ansage in Richtung Sammer? So wollte er es jedenfalls am Dienstag nicht verstanden wissen. "Das heißt nicht, dass ich den Vorstand kritisiert habe. Es heißt, dass interne Kritik den Spielern nähergeht als öffentlich geäußerte", sagte er bei Sky Sport News HD.

"Es dauert, bis man ein Gefühl dafür entwickelt, wann der richtige Zeitpunkt für diese Form gekommen ist und in welchem Ton man das macht. Im Moment der Kritik muss man die Emotionen zurückhalten können. Wenn der Chef zu emotional ist, dann verliert der irgendwann. Dann ist er nicht mehr so glaubwürdig", wurde der Kapitän des FC Bayern München und der Nationalmannschaft von der "Zeit" zitiert. Es sind zwar deutliche Worte von Lahm, den Namen Sammer nimmt er nicht in den Mund. Also viel Lärm um nichts? Sammer gab sich jedenfalls locker vor dem Abflug. "Alles in Ordnung, alles kein Problem", sagte er dem SID auf dem Flughafen.

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Lahm lässt aber auch einen Blick hinter die Kulissen zu, wenn er verrät, dass öffentliche Kritik im Spielerkreis "nicht die ganz große Rolle" spiele. "Wenn wir Spieler merken, dass die Verantwortlichen das Scheinwerferlicht nicht brauchen, dann kriegen sie von uns uneingeschränkte Rückendeckung", betont er hingegen. "Ein guter Trainer und Kapitän moderiert, er diktiert nicht. Schon gar nicht mithilfe der Öffentlichkeit."

Sammer hatte nach dem Bundesliga-Sieg gegen Hannover (2:0) die Mannschaft öffentlich kritisiert. Man leiste nur noch Dienst nach Vorschrift, man müsse raus aus der Komfortzone und das Team verstecke sich hinter Guardiola, waren die Kernpunkte Sammers Vorwürfe. In der Folge wurde der Sportdirektor von Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge öffentlich zurückgepfiffen.