Int. Fußball

"Lächerlich": PSG blitzt mit Angebot für Prinzenpark ab

Stattdessen Umzug ins Stade de France?

"Lächerlich ist das richtige Wort": PSG blitzt mit Angebot für Prinzenpark ab

Heimspielstätte, aber kein Eigentum von PSG: Der Prinzenpark.

Heimspielstätte, aber kein Eigentum von PSG: Der Prinzenpark. picture alliance / Eibner-Pressefoto

Anders als in Deutschland, wo viele Stadien den Tochtergesellschaften ihrer Vereine angehören, ist in Frankreich der Staat Eigentümer der Fußballarenen. Das gilt nicht nur für das Stade Matmut-Atlantique in Bordeaux oder das Stade Velodrome in Marseille, sondern auch für den Prinzenpark in Paris, die Heimspielstätte von Paris-Saint-Germain.

Der französische Spitzenklub will das jedoch schleunigst ändern und hat erst kürzlich ein Angebot bei der Stadt Paris abgegeben, um den "Parc des Princes" zu erwerben. Wie Anne Hidalgo, Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt nun aber mit klaren Worten kundtat, sei dieses Angebot alles andere als ausreichend.

Wir sind in einem Rechtsstaat, also muss man Preise festlegen, die dem Gut entsprechen.

Anne Hidalgo, Bürgermeisterin von Paris

"Das Stadion gehört den Parisern, nicht mir. Aber wir sind in einem Rechtsstaat, also muss man Preise festlegen, die dem Gut entsprechen", sagte sie am Donnerstag gegenüber dem Radiosender "RFI". Der Verein habe demnach lediglich 38 Millionen Euro geboten - eine Summe, die dem Stadion nicht gerecht werde. "Ich denke, das Wort lächerlich ist das richtige", kritisierte Hidalgo die Höhe des PSG-Angebots deutlich. 

Obendrein wolle sie die Gespräche hinsichtlich eines Verkaufs des Prinzenparks auf Eis legen. Schließlich sei eine Einigung weit entfernt.

PSG zieht Kauf von Stade de France in Betracht

Doch damit ist das letzte Wort im Streit um einen Stadionkauf noch nicht gesprochen. Paris Saint-Germain zieht nach übereinstimmenden französischen Medienberichten nun auch einen Umzug ins Stade de France in Betracht. Das Stadion wurde 1998 anlässlich der WM in Frankreich gebaut, gehört ebenfalls dem Staat, und wurde seither vornehmlich für Spiele der französischen Fußball- sowie Rugby-Nationalmannschaft verwendet.

Nach Informationen der französischen Zeitung "Libération" hat der Hauptstadtklub der Stadt Paris rechtzeitig ein Angebot unterbreitet, ehe die Angebotsfrist am Donnerstagmittag verstrichen war. Der Wert des Stadions in Saint-Denis wird auf 600 Millionen Euro geschätzt.

ehl

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