Europa League

Labbadia: "0:0 lässt eine Möglichkeit"

Hamburg: Petric als Hoffnungsträger - Ein Trio lahmt

Labbadia: "0:0 lässt eine Möglichkeit"

Mladen Petric (re.) im Duell mit Fulhams Aaron Hughes

Er soll es im Rückspiel richten: Mladen Petric (re.) im Duell mit Fulhams Aaron Hughes. imago

"Die beste Möglichkeit, Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen!", stand nach dem zuletzt enttäuschenden Auftritt in der Bundesliga gegen Mainz (0:1) auf einem großen Transparent, ein böses Erwachen blieb den Hanseaten zumindest erspart. Der HSV-Vorstandsvorsitzende sah einen "ordentlichen Auftritt" seiner Mannschaft und geht guten Mutes an die Aufgabe in einer Woche im Craven Cottage heran: "Wir haben in den letzten Runden gezeigt, dass wir auswärts immer für ein Tor gut sind. Daher sehe ich nicht so schwarz." Auch Trainer Bruno Labbadia konnte der Partie durchaus Positives abgewinnen: "Wir hatten uns natürlich gewünscht, ein Tor zu machen. Aber ein 0:0 lässt immer eine Möglichkeit, wenn wir in England ein Tor machen."

Und da hofft der Coach, der mit seinem Team in der Bundesliga bis auf Rang sieben abgerutscht ist und fünf Zähler Rückstand auf die internationalen Plätze hat, auf Mladen Petric. Der angeschlagene Torjäger (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) meldete sich überraschend fit und stand am Donnerstagabend zur Verfügung. Bei seinem Kurzeinsatz konnte zwar auch er das Fulham-Bollwerk nicht überwinden, doch die jüngste Bilanz des Stürmers in der Europa League lässt hoffen.

Spielbericht

In der Zwischenrunde traf er in Eindhoven (2:3), im Achtelfinale in Anderlecht (3:4) stach er zu und im Viertelfinale bei Standard Lüttich steuerte er sogar zwei Treffer beim 3:1-Erfolg bei. So verwundert es nicht, dass Petric das 0:0 als "kein schlimmes Resultat" ansieht. "Damit können wir leben." Fehlen wird beim Gang zum Zehnten der Premier League Piotr Trochwoski, der sich in der Nachspielzeit seine dritte Gelbe Karte einfing und für das Rückspiel gesperrt ist. Sollte sich der HSV da durchsetzen, wäre er im Heimfinale wieder dabei. Und die Stadt hätte ihr Ziel erreicht.

Ein Trio ist angeschlagen

Vorschau

Derweil müssen die Hamburger in Hoffenheim möglicherweise auf Guy Demel, Zé Roberto und Ruud van Nistelrooy verzichten. Demel musste gegen Fulham mit Knieproblemen ausgewechselt werden und sollte sich am Freitag einer Kernspintomographie unterziehen. Zé Roberto ließ sich wegen einer verhärteten Wadenmuskulatur behandeln, van Nistelrooy klagte über Probleme in der Hüftbeugemuskulatur. "Wir müssen das Abschlusstraining am Samstag abwarten", sagte HSV-Sprecher Jörn Wolf. Ein Comeback des am Knöchel operierten Eljero Elia ist auch nicht zu erwarten - der Niederländer zerrte sich den Oberschenkel.