Bundesliga

Labbadia unterschreibt bis 2025 beim VfB - Wimmer geht

Neuer Trainer bringt drei Assistenten mit

Labbadia unterschreibt bis 2025 beim VfB - Wimmer geht

Kennt sich in Stuttgart bestens aus: Bruno Labbadia.

Kennt sich in Stuttgart bestens aus: Bruno Labbadia. IMAGO/RHR-Foto

Neuer Sportdirektor, neuer Trainer: Der VfB Stuttgart wird nach der WM-Pause mit einem völlig veränderten Gesicht ins Bundesliga-Geschehen zurückkehren. Nachdem die abstiegsgefährdeten Schwaben bereits am Samstag Fabian Wohlgemuth vom SC Paderborn als Nachfolger von Sven Mislintat präsentiert hatten, verpflichteten sie nun Bruno Labbadia als neuen Cheftrainer.

"Der VfB ist bekanntermaßen nicht irgendein Klub für mich", zitieren die Stuttgarter Labbadia, der einen Vertrag bis 2025 unterschrieb. "In Stuttgart habe ich über fast drei Jahre eine sehr wichtige Phase meiner Trainerkarriere verbracht und möchte nun dazu beitragen, dass der VfB in der Bundesliga bleibt. Wir werden sofort mit der Arbeit beginnen und alles für den Trainingsauftakt am 12. Dezember vorbereiten. Ich ziehe schon am Mittwoch nach Stuttgart. Dann werden wir uns schnell einen Überblick über den Leistungsstand der Mannschaft verschaffen und jeden Tag hart und mit großer Freude arbeiten, um voranzukommen."

Labbadia bringt Trares, Sachs und Kern mit

Nach der Entlassung des beliebten Pellegrino Matarazzo nach über 1000 Tagen Amtszeit als Coach hatte der VfB im Oktober noch Jess Thorup (zuletzt FC Kopenhagen) und Alfred Schreuder (Ajax Amsterdam) kontaktiert. Doch zunächst setzte der fünfmalige Deutsche Meister weiter auf Interimscoach Michael Wimmer, der danach auf einen Punkteschnitt von 1,43 Zählern kam, auf die Chefrolle hoffte und in Mislintat einen großen Fürsprecher hatte.

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Nun verlässt Wimmer den VfB stattdessen ganz - und "einvernehmlich", wie es in der Pressemitteilung heißt -, um demnächst anderenorts als Cheftrainer durchzustarten, während der VfB Labbadia zurückholt, der zwischen 2010 und 2013 schon einmal Trainer in Stuttgart war. Begleitet wird der 56-Jährige von Ex-Profi Bernhard Trares (57), seinem Co-Trainer aus HSV-Zeiten (2015/16), und Benjamin Sachs, der bis Anfang 2021 mit Trares bei den Würzburger Kickers arbeitete. Komplettiert wird das Trainerteam von Athletikcoach Günter Kern.

"In den kommenden Wochen und Monaten kommt der Wind von vorn"

"In den kommenden Wochen und Monaten kommt der Wind von vorn", sagt Sportdirektor Wohlgemuth. "Wir brauchen jetzt Erfahrung und Stabilität. Ich freue mich daher, dass es uns gelungen ist, Bruno Labbadia als Cheftrainer für den VfB Stuttgart verpflichten zu können. Er hat in seiner Laufbahn als Spieler und Trainer mehrfach bewiesen, dass er den Herausforderungen, die jetzt vor uns liegen, gewachsen ist. Ich kenne Bruno Labbadia als akribisch arbeitenden Fachmann, der seine Entscheidungen mit kühlem Kopf trifft. Wir sind absolut überzeugt, dass er mit der Mannschaft erfolgreich sein wird."

Seit seinem Aus bei Hertha BSC im Januar 2021 war Labbadia vereinslos. In der Saison 2011/12 hatte er den VfB auf Rang sechs geführt - bis heute die beste Platzierung in den letzten zehn Jahren. In seiner Amtszeit steht ein Punkteschnitt von 1,42 in der Bilanz (89 Spiele). Matarazzo kommt in seinen 75 Bundesligaspielen auf 1,09 Zähler.

"Bruno ist ein erfahrener Trainer, der die Bundesliga kennt und auf allen Stationen nachgewiesen hat, dass er Mannschaften stabilisieren und verbessern kann", findet Vorstandschef Alexander Wehrle. "Wir befinden uns sportlich mit Platz 16 in einer sehr schwierigen Situation, in der wir genau diese Fähigkeiten dringend benötigen. Bruno bringt zudem große Leidenschaft und Begeisterung für den VfB mit, den er sehr gut kennt."

jpe, tru

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