Bundesliga

Labbadia muss gehen

Stuttgart: Erste Trainerentlassung in der Bundesliga

Labbadia muss gehen

Vier Niederlagen in Serie waren zu viel: Bruno Labbadia muss als erster Trainer in der neuen Saison seinen Arbeitsplatz räumen.

Vier Niederlagen in Serie waren zu viel: Bruno Labbadia muss als erster Trainer in der neuen Saison seinen Arbeitsplatz räumen. imago

Null Punkte auch nach dem dritten Spiel: Stuttgarts Katastrophenstart ist perfekt - und weckt Erinnerungen an die Saison 2010/11. Auch vor drei Jahren standen die Schwaben nach drei Spielen ohne Punktgewinn da, drei Spieltage darauf musste Trainer Christian Gross gehen, später dann auch der zunächst zum Cheftrainer beförderte Jens Keller Bruno Labbadia weichen.

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VfB Stuttgart - Vereinsdaten
VfB Stuttgart

Gründungsdatum

09.09.1893

Vereinsfarben

Weiß-Rot

Nun ist der Retter von einst, der den VfB nach einer turbulenten Spielrunde noch von Platz 17 auf Rang zwölf geführt hatte, selbst nicht mehr Coach der Schwaben.

Die erste Trainerentlassung der 51. Bundesligasaison hatte sich bereits im Anschluss an die Niederlage im Schwaben-Duell bei Augsburg (1:2) angedeutet, als Sportvorstand Fredi Bobic nach der erneut schwachen Vorstellung des ambitionierten VfB ein klares Bekenntnis zum Trainer vermieden hatte.

Die Gründe für die schnelle Entscheidung liegen auf der Hand: Von den sieben Pflichtspielen in dieser Saison gewann der VfB lediglich im DFB-Pokal mit 2:0 beim fünftklassigen BFC Dynamo. Saisonübergreifend landete der VfB in der Bundesliga in den letzten sieben Spielen nur einen Sieg, entsprechend bröckelt auch Labbadias Punktebilanz. In den 89 Spielen unter seiner Regie holte Stuttgart im Schnitt nur 1,41 Zähler. Von den letzten fünf VfB-Trainer hatte nur Kurz-Coach Keller (1,00) eine schlechtere Ausbeute. Gross (1,77), Markus Babbel (1,66) und Armin Veh (1,63) schnitten klar besser ab.

Schneider rückt von der U 17 auf

Ein Nachfolger wurde vom Verein auf der Pressekonferenz am Nachmittag benannt, schließlich folgt am Donnerstag das entscheidende Spiel in der Europa League gegen Rijeka und am Sonntag muss gegen Hoffenheim in der Liga der Schalter umgelegt werden.

U17-Coach Thomas Schneider übernimmt die Stelle als Chefcoach und erhält einen Zweijahresvertrag. Der Ex-Profi (1983 bis 2003 beim VfB) wurde in diesem Jahr mit den B-Junioren Meister und ist die interne Variante. Ihm zur Seite hat der VfB Tomislav Maric und Alfons Higl gestellt.