2. Bundesliga

SC Paderborns Kwasniok, das Näschen und die "Momentaufnahme"

Paderborn geht erstmals als Tabellenführer in einen Spieltag

Kwasniok, das Näschen und die "Momentaufnahme"

Lukas Kwasniok hat den SC Paderborn erstmals auf Platz 1 der 2. Liga geführt.

Lukas Kwasniok hat den SC Paderborn erstmals auf Platz 1 der 2. Liga geführt. imago images/Picture Point LE

Die Paderborner sind im Jahr 2005 erstmals in die 2. Liga aufgestiegen und absolvieren nun ihre zwölfte Saison im Unterhaus. In diesen Tagen erleben die Ostwestfalen tatsächlich eine Premiere. Nach dem 4:1 in Aue führt der SCP zum ersten Mal die Zweitligatabelle an.

Diese Spitzenposition haben die Ostwestfalen in erster Linie ihrer tollen Bilanz auf fremden Plätzen zu verdanken. In Aue gelang jüngst der dritte Auswärtssieg in Folge. Wie schon beim 4:1 in Bremen und beim 3:0 in Dresden lag die Elf von Lukas Kwasniok dabei bereits nach 45 Minuten mit 3:0 in Front. "Ich habe es als Trainer auch noch nie erlebt, dreimal hintereinander auswärts zur Halbzeit mit 3:0 zu führen. Das ist schon eher außergewöhnlich", sagte Kwasniok am heutigen Donnerstag.

Heimbilanz der 07er ist noch ausbaufähig

Am Samstag treten Kwasnioks Schützlinge aber gegen Holstein Kiel (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wieder vor eigenem Publikum an, hier ist die Bilanz mit einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage durchwachsen. Die KSV, in der vergangenen Saison knapp erst in der Relegation gegen den 1. FC Köln am Aufstieg gescheitert, hat nach sieben Spieltagen erst fünf Punkte auf dem Konto und erlebte am Montag nach der 0:3-Niederlage gegen Hannover 96 ein kleines Beben, als Trainer Ole Werner seinen Rücktritt bekanntgab

Vom 15. Tabellenplatz der KSV will sich Kwasniok aber nicht blenden lassen. "Wir müssen gewappnet sein gegen eine gute Mannschaft, die in der vergangenen Saison um den Aufstieg gespielt hat", sagt der SCP-Coach, der angesichts der eigenen Tabellenführung nur von einer "Momentaufnahme" spricht und nach dem Trainerwechsel bei den Störchen den freien Dienstag für das Trainerteam sofort gestrichen hatte, um sich auf die neue Situation bestens vorzubereiten. 

An große Veränderungen bei den Norddeutschen glaubt der Coach allerdings nicht. "Ich erwarte trotz des Trainer-Rücktritts nicht zu viele Veränderungen und Überraschungen bei Kiel am Samstag", so Kwasniok.

Kwasniok hat ein gutes Näschen

"Es gilt, eine neue Herausforderung anzunehmen", fordert Kwasniok, der mit seinen Entscheidungen zuletzt ein gutes Näschen bewies. Beim 4:1 in Bremen schoss Felix Platte als Startelfdebütant zwei Tore. Beim 3:0 in Dresden rückte Kai Pröger in die Anfangsformation und traf zweimal. Marco Stiepermann spielte in Aue zum ersten Mal von Beginn an und steuerte zwei Tore zum 4:1-Auswärtssieg bei.

Bis auf die länger verletzten Leopold Zingerle (Fingerbruch), Frederic Ananou (Sprunggelenk-OP) und Marcel Correia (Lendenwirbelverletzung) kann Kwasniok wohl auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. 

mas/js

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