Europa League

Kuriose Grafik der Anzeigetafel bei Hoffenheim gegen Roter Stern

Rätselstunde der UEFA

Kuriose Grafik der Anzeigetafel - Was war da in Sinsheim los?

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts: Die Anzeigetafel am Donnerstagabend.

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts: Die Anzeigetafel am Donnerstagabend. kicker

Es war eine kuriose Szene, die man so sonst nur auf Dorfsportplätzen sieht. Kurz vor Schluss wandte sich Torhüter Oliver Baumann in seiner Not hilfesuchend an den Spielfeldrand. Mit der üblichen Geste deutete der 30-Jährige auf seine nicht vorhandene Armbanduhr und signalisierte der Hoffenheimer Bank die Frage: Wie lange noch? Eine in Profistadien eigentlich überflüssige. Da genügt schließlich ein Blick auf die Anzeigetafel oder den über dem Spielfeld thronenden Würfel.

Nicht so am Donnerstagabend in Sinsheim. Da hatte die UEFA eine Grafik auf die Leuchtwände gezaubert, die eher an einen Sehtest erinnerte. Nicht nur Oliver Baumann hat ihn nicht bestanden. Minimalistisch gerieten schon die Logos der beiden Kontrahenten TSG Hoffenheim und Roter Stern Belgrad. Geradezu verloren wirkte der aktuelle Zwischenstand angesichts der gigantischen ihn umlagernden Optik. Der Torstand war zumindest noch zu erkennen, weiß auf schwarzem Balken. Die Zeit darüber, dargestellt in weißen Ziffern auf zart-orangem Hintergrund, war beim besten Willen nicht zu entschlüsseln.

Ob es sich um ein Software-Problem handelte oder der Verband diese Serviceleistung in einem Spiel ohne Zuschauer als obsolet erachtete - auch das blieb ein Rätsel.

Als Baumann gestikulierte, waren übrigens noch vier Minuten auf der Uhr, erkennbar nur auf mit TV-Bildschirmen ausgestatteten Presseplätzen. Die fünfminütige Nachspielzeit auf dem Tableau des vierten Offiziellen war übrigens für die wenigen Beobachter im weiten Rund klar und deutlich zu erkennen. Immerhin.

Michael Pfeifer