2. Bundesliga

Kühne erneuert sein Angebot an den HSV

Investor bietet Gespräch an: "Es geht nicht darum, Macht auszuüben"

Kühne erneuert sein Angebot an den HSV

Klaus-Michael Kühne warnt den HSV vor neuer Verschuldung.

Klaus-Michael Kühne warnt den HSV vor neuer Verschuldung. imago/Apress

Vor exakt einer Woche hatte HSV-Aufsichtsratsboss Marcell Jansen die an zehn Bedingungen geknüpfte 120-Millionen-Offerte der "Kühne Holding" dankend abgelehnt, vor allem mit dem Hinweis darauf, dass die Fußball AG nicht mehr als die in der Satzung festgelegten 24,9 Prozent der Anteile verkaufen darf. Nun setzte Kühne per Pressemitteilung nach, drückt sich in Teilen moderater als zuvor aus, gibt aber doch eine klare Empfehlung ab. "Der Kühne Holding AG geht es nicht darum, im Rahmen einer weiteren Zusammenarbeit auf die Geschicke der HSV Fußball AG Einfluss zu nehmen oder gar 'Macht auszuüben'. Wir bieten ausschließlich eine maßgebliche Unterstützung zur Herstellung gesunder finanzieller Verhältnisse an, womit die Grundlage für zukünftige sportliche Erfolge geschaffen werden soll."

Kühne warnt vor Wüstefelds Konzept

Kühne ist sicher, dass eine dauerhafte Gesundung nur möglich ist, wenn das Stadion mit hohem Aufwand saniert wird und die Schulden abgebaut werden. Wüstefeld hatte dem Aufsichtsrat in der vergangenen Woche einen Plan vorgelegt, laut dem Trikotsponsor "Hanse Merkur" die 23 Millionen für die Stadionsanierung als Darlehensgeber stemmen würde, allerdings daran geknüpft, dass Bürgen vorhanden sein müssten. Diese hat Wüstefeld noch nicht. Kühne warnt vor diesem Konzept und entgegnet: "Die Kühne Holding AG rät von der Aufnahme weiteren Fremdkapitals ab, da damit die Verschuldung weiter ansteigen und die Erreichung finanzieller Stabilität in noch weitere Ferne gerückt würde."

Parallel zu diesem Rat folgt eine klare Formulierung, die den aktuell handelnden Personen in den beiden wichtigsten Gremien kein gutes Zeugnis ausstellt. "Uns erscheint es wichtig, dass im Aufsichtsrat und Vorstand der HSV Fußball AG vermehrt kaufmännischer Sachverstand und hohe sportliche Kompetenz vertreten sein werden."

Sebastian Wolff

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