3. Liga

Osnabrücks Kühn: "So darf man hier nicht auftreten"

Osnabrücker Selbstkritik nach Niederlage in Lautern

Kühn: "So darf man hier nicht auftreten"

Osnabrücks Keeper Philipp Kühn war in Kaiserslautern mehrmals gefordert - und musste zweimal hinter sich greifen.

Osnabrücks Keeper Philipp Kühn war in Kaiserslautern mehrmals gefordert - und musste zweimal hinter sich greifen. imago images/Werner Schmitt

Zumindest für eine Nacht hätte der VfL Osnabrück bei einem Sieg in Kaiserslautern an die Spitze der 3. Liga klettern können. Trotz des jüngsten Laufs mit sechs Spielen ohne Niederlage am Stück wollte den Niedersachsen am Samstag auf dem Betzenberg allerdings wenig gelingen - und so wurde es auch nichts mit dem Sprung auf Rang eins. "Wir waren nicht intensiv genug im Anlaufen. Wir waren zu weit auseinander", bemängelte Daniel Scherning die Leistung seiner Schützlinge nach dem Spiel. "Lautern hat es immer wieder geschafft, durch relativ einfache lange Bälle hinter unsere Linie zu kommen", benannte er ein entscheidendes Mittel der Hausherren, auf die der VfL keine Antwort gefunden hatte. "Es war letztlich ein insgesamt total verdienter Sieg für Kaiserslautern."

Ich finde es geil, vor so einer Kulisse zu spielen.

Philipp Kühn über die Stimmung in Kaiserslautern

Warum sich die Gäste speziell in der ersten halben Stunde so passiv verhalten hatte, konnte sich auch Torhüter Philipp Kühn nicht erklären. "So darf man hier nicht auftreten, da müssen wir uns selbst hinterfragen", befand der 29-Jährige bei "MagentaSport". "Ich weiß nicht, ob ein paar Jungs beeindruckt waren", fügte er mit Blick auf die laute Atmosphäre im Fritz-Walter-Stadion an, schloss einen negativen Einfluss auf seine persönliche Leistung aber aus: "Ich finde es geil, vor so einer Kulisse zu spielen."

Dass die Stimmung aber durchaus Auswirkungen haben könnte, hatte Scherning schon bei der Spielvorbereitung berücksichtigt. "Ich hatte vorab davon gesprochen, Kontrolle über das Spiel zu bekommen und dadurch auch das Stadion in dem einen oder anderen Moment ruhiger zu kriegen". Aber, so seine bittere Erkenntnis: "Das ist uns nicht gelungen."

Das galt allerdings auch für andere Aspekte aus der Gegneranalyse, speziell das Lauterer Vorgehen bei Standards. Ein solcher hatte zum zweiten Gegentor geführt. "Genau das, wovor wir gewarnt haben. Und dann läuft du hier der Musik hinterher.", ärgerte sich Scherning und brachte den Osnabrücker Nachmittag in der Pfalz auf den Punkt: "Wir sind alles andere als zufrieden."

pau