2. Bundesliga

Karlsruher SC: Keine Perspektive für Marvin Pourié

29-Jähriger führte Karlsruhe zum Aufstieg

KSC: Keine Perspektive für Pourié

Marvin Pourié

Hat in Karlsruhe noch einen Vertrag bis 2022, doch keine Perspektive mehr: Marvin Pourié. imago images

"Wir schauen mit Vorfreude auf das, was noch kommt. Das Bekenntnis für drei weitere Jahre ist ein starkes Signal", sagte Sportdirektor Oliver Kreuzer vor rund einem Jahr bei der Vertragsverlängerung Pouriés bis 2022.

Er hatte auch allen Grund zur Freude, denn der Stürmer hatte den KSC gerade als Torschützenkönig mit 22 Treffern in die 2. Bundesliga geschossen. Interessenten gab es damit wohl genug für den 29-Jährigen, der als "Wandervogel" bekannt ist: Er spielte bereits in England (Liverpool), Dänemark (u.a. FC Kopenhagen), Belgien (Zulte Waregem), Russland (FK Ufa) und für mehrere Klubs in Deutschland (Schalke, 1860 München, TuS Koblenz).

Spielersteckbrief Pourié
Pourié

Pourié Marvin

Trainersteckbrief Eichner
Eichner

Eichner Christian

Bereits im Winter wird Pourié nach Braunschweig verliehen

Nach der starken Saison in der 3. Liga folgte allerdings in der vergangenen Saison die Ernüchterung: Zwar kam Pourié in der Hinrunde zu 16 Einsätzen, erzielte allerdings nur noch zwei Treffer. Im Januar teilte er dann Kreuzer mit, dass er den Verein verlassen wolle. Der KSC legte dem Angreifer keine Steine in den Weg, es gehe auch um die "Ruhe in der Kabine", sagte der Sportdirektor damals.

Pourié wurde nach Braunschweig verliehen, erzielte dort in 18 Partien vier Treffer und stieg erneut in die 2. Bundesliga auf - im Sommer kehrte der Mittelstürmer zurück zum KSC.

Trainer Eichner: "Ich plane nicht mehr mit ihm"

"Ich habe ihm gesagt, dass wir ihm die Möglichkeit geben, dass er körperlich fit wird und eine gute Vorbereitung bekommt", so KSC-Trainer Christian Eichner. Mittrainieren darf er also, doch beim ersten Testspiel gegen den FSV Frankfurt am Samstag (3:1) fehlte Pourié im Kader. "Ich plane nicht mehr mit ihm", so Eichner. Mit Philipp Hofmann, Babacar Gueye, Marco Djuricin und Malik Batmaz stehen ohnehin vier weitere Mittelstürmer im Kader der Karlsruher.

Wohin es Pourié ziehen wird, ist noch nicht bekannt. Eine Vertragsauflösung inklusive entsprechender Abfindung könnte den KSC teuer zu stehen kommen.

dos/pp

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