Bundesliga

Max Kruse nach Debüt für Union Berlin: "Das war nicht zu erwarten"

Ex-Nationalspieler sendet Spitzen nach Istanbul

Kruse nach Union-Debüt: "Das war nicht zu erwarten"

Debüt für Union Berlin: Max Kruse wird gemeinsam mit Cedric Teuchert (li.) eingewechselt.

Debüt für Union Berlin: Max Kruse wird gemeinsam mit Cedric Teuchert (li.) eingewechselt. imago images

Seine Qualitäten brauchte Union Berlin tatsächlich dringend, als Max Kruse eingewechselt wurde. Die Köpenicker lagen mit 0:1 gegen den FC Augsburg zurück, hatten zwar mehr Spielanteile, zeigten sich aber offensiv ziemlich einfallslos. In der 71. Minute schickte Trainer Urs Fischer den ehemaligen Nationalspieler auf den Platz - deutlich früher als es vor wenigen Wochen noch gemeinhin erwartet worden war. Und siehe da: Keine fünf Minuten stand der Neuzugang auf dem Feld, da glich sein Team aus. Allerdings war Kruse an der Entstehung des 1:1 durch Marius Bülter nicht direkt beteiligt.

Auch ansonsten konnte Kruse dem Spiel nicht mehr seinen Stempel aufdrücken. Er hatte auch selbst nicht damit gerechnet. "Ich glaube nicht, dass ich bei 100 Prozent bin", sagte er im "Sky"-Interview. "Ich glaube, das war nach sechs Monaten auch nicht zu erwarten, wenn man erst ein, zwei Wochen im Teamtraining war." Allerdings sieht er sich in seinem Genesungsprozess "auf einem guten Weg, ich habe keine Schmerzen mehr und versuche, der Mannschaft so schnell wie möglich helfen zu können".

"Ich will niemanden anscheißen, aber...": Kruse schießt gegen Fenerbahce

Dass er überhaupt so lange ausgefallen sei, bezeichnete Kruse als "sehr, sehr ärgerlich. Die Diagnose war am Anfang sechs Wochen und wenn es dann am Ende sechs Monate werden, dann kann die Diagnose nicht richtig sein." Eine Spitze in Richtung seines ehemaligen Arbeitgebers Fenerbahce Istanbul, mit dem sich Kruse wegen seiner Kündigung im Juni derzeit in Rechtsstreitigkeiten befindet. "Ich will niemanden anscheißen, aber irgendetwas kann da nicht stimmen", legte der 32-Jährige nach.

Näher wollte sich Kruse nicht äußern - noch nicht. "Ich werde darüber zu gegebener Zeit noch reden", kündigte er an. Es könnte ein brisantes Statement werden.

mib

Bilder zur Partie 1. FC Union Berlin - FC Augsburg