Bundesliga

Frankfurt: Krösche erklärt Hauges Leihe nach Gent

Frankfurt: Nottingham buhlt um Sow

Krösche erklärt Hauges Leihe nach Gent

Wird Eintracht Frankfurt wohl leihweise verlassen: Jens Petter Hauge.

Wird Eintracht Frankfurt wohl leihweise verlassen: Jens Petter Hauge. IMAGO/Kessler-Sportfotografie

Mit Leihen nach Belgien hat die Eintracht in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht. Offensivakteur Daichi Kamada spielte nach einem unbefriedigenden ersten Jahr in Frankfurt 2018/19 bei VV St. Truiden, bevor er bei den Hessen durchstartete. Ähnlich lief es bei Verteidiger Tuta, der 2019/20 beim KV Kortrijk den vielleicht entscheidenden Entwicklungsschritt machte, um sich am Main durchzusetzen.

Diesen Plan verfolgt Sportvorstand Markus Krösche nun auch bei Hauge. Der Norweger war vergangene Saison von der AC Mailand zunächst ausgeliehen, anschließend griff eine Kaufverpflichtung über sieben Millionen Euro. Rechtfertigen konnte der 22-Jährige die für Eintracht-Verhältnisse hohe Ablöse bislang nicht. Der Nationalspieler rannte sich trotz unbestrittener Qualitäten im offensiven Eins-gegen-eins zu oft fest, zeigte im Spiel gegen den Ball zu wenig Biss und offenbarte Schwächen beim Spielverständnis.

Nach den Verpflichtungen von Faride Alidou, Mario Götze und Randal Kolo Muani wäre es für Hauge schwer bis unmöglich geworden, auf regelmäßige Einsatzzeiten zu kommen. Der Schritt nach Gent, wo am Montag der Medizincheck stattfindet, könnte goldrichtig sein, um in einem Jahr im zweiten Anlauf in Frankfurt vielleicht doch noch den Durchbruch zu schaffen.

"In Gent kann Jens Petter regelmäßig von Anfang an spielen, auch international. Die belgische Liga ist ideal, weil sie von der Intensität und dem Wettbewerb her ähnlich wie die Bundesliga ist, wenn auch insgesamt ein Level drunter", sagte Krösche am Sonntag im Gespräch mit dem kicker.

Nottingham buhlt um Sow

Am kommenden Donnerstag bestreitet Gent das Hinspiel in den Play-offs zur Europa League gegen Omonia Nikosia. Der Verlierer tritt in der Conference League an. Ausschlaggebend für den Wechsel ist allerdings nicht nur die internationale Perspektive. "Mit unseren Analysten haben wir alles durchleuchtet und analysiert: Passt er da rein, kann er seine Stärken einbringen, wie sieht der Kader aus, wie ist die Konkurrenz, ist der Trainer gut? Wir geben einen Spieler nie einfach nur ab, um einen kurzfristigen wirtschaftlichen Effekt zu haben, sondern es muss hinsichtlich der sportlichen Entwicklung Sinn machen", erläutert Krösche, "das ist auch bei Ali Akmans Leihe zu Göztepe so."

Unterdessen hat Mittelfeldspieler Djibril Sow (25) das Interesse von Nottingham Forest geweckt. Ein entsprechender Bericht von "Sport 1" deckt sich mit Informationen des kicker. "Die Premier League bleibt meine Traumliga", sagte Sow schon im August 2019 im kicker-Interview. Doch ob der Schweizer Nationalspieler dabei ausgerechnet an Nottingham gedacht hat? Wohl kaum, am Sonntagnachmittag berichtete "Sport 1", dass Sow das Angebot aus England abgelehnt habe. Bei der Eintracht rechnete man ohnehin nicht mit dem Abgang des 25-Jährigen.

Julian Franzke

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