Wintersport

Kriechmayr mit der 1 auf die 1 - Sander: "Abhaken"

Baumann verpasst Top Ten knapp

Kriechmayr mit der 1 auf die 1 - Sander: "Abhaken"

Der Weltmeister zeigt sich auch im Weltcup bärenstark: Vinzenz Kriechmayr (M.) siegte in Saalbach-Hinterglemm.

Der Weltmeister zeigt sich auch im Weltcup bärenstark: Vinzenz Kriechmayr (M.) siegte in Saalbach-Hinterglemm. imago images

Deutschlands alpine Skirennfahrer haben im ersten Speed-Weltcup nach ihren famosen WM-Auftritten nicht um die vorderen Plätze mitfahren können. In Saalbach-Hinterglemm sprang am Samstag ein zwölfter Rang für Romed Baumann heraus, Andreas Sander als Abfahrts-Vizeweltmeister kam nur auf Rang 24. Beim Sieg von Weltmeister Vincent Kriechmayr aus Österreich zogen die zwei besten Abfahrer des DSV aber unterschiedliche Fazits: Während Baumann nach einer Gehirnerschütterung zuletzt zufrieden war mit seinem Rennen, wollte Sander den verpatzten Lauf schnell vergessen. Im Super-G am Sonntag (10.30 Uhr, LIVE! bei kicker) hofft Sander auf eine kleine Wiedergutmachung.

Sander enttäuscht: "Abhaken!"

"Das war keine gute Fahrt und keine gute Leistung", resümierte Sander, der 2,04 Sekunden langsamer als Kriechmayr war - bei der WM vor drei Wochen in Cortina d'Ampezzo hatte die beiden in der Abfahrt nur eine Hundertstelsekunde getrennt. "Ich bin ehrlich gesagt schon enttäuscht. Jetzt schnell abhaken!", sprach sich Sander zu.

Baumann "zufrieden"

Super-G-Vizeweltmeister Baumann war schon zufrieden, bevor er ins Rennen ging. In Cortina hatte er bei einem Sturz im Zielauslauf eine Gehirnerschütterung erlitten. "Die zwei Wochen nach der 'Brezn' waren intensiv von der Reha her", schilderte der gebürtige Tiroler. Am Samstag nun sei es erstmals wieder so gewesen, "dass ich im Starthaus stand und bereit war. Das war ein cooles Gefühl. Ich bin zufrieden."

Dominik Schwaiger (32.), Josef Ferstl bei seinem Comeback nach dem schweren Sturz in der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen (34.), Simon Jocher (37.) und Manuel Schmid (49.) verpassten die Punkteränge.

Im Disziplinweltcup wurde die Entscheidung um die kleine Kristallkugel auf das Weltcup-Finale in Lenzerheide vertagt, weil sowohl der führende Beat Feuz als auch dessen einzig verbliebener Rivale in Saalbach auf das Podest fuhren. Feuz hatte 0,17 Sekunden Rückstand auf Kriechmayr, Mayer 0,27 Sekunden. Der Schweizer Feuz geht mit 68 Punkten Vorsprung auf Mayer in die letzte Abfahrt.

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dpa