2. Bundesliga

KSC: "Glücksgriff" Ambrosius und der Wunsch nach Konstanz

Karlsruhes Geschäftsführer Sport zieht Zwischenbilanz

Kreuzer: "Glücksgriff" Ambrosius und der Wunsch nach mehr Konstanz

Oliver Kreuzer ist nicht unzufrieden, wünscht sich von seinem KSC aber noch mehr.

Oliver Kreuzer ist nicht unzufrieden, wünscht sich von seinem KSC aber noch mehr. IMAGO/Jan Huebner

Elf Punkte und Platz zehn nach neun Spieltagen: Der Karlsruher SC hat sich nach seinem schwachen Start mit nur einem Zähler aus drei Partien und einem 0:5-Debakel beim SC Paderborn zum Auftakt rehabilitiert. Geschäftsführer Sport Oliver Kreuzer ist mit dem bisherigen Saisonverlauf des Karlsruher SC daher nicht unzufrieden - er wünscht sich aber mehr Konstanz.

2. Liga, 9. Spieltag

  1. Die Tabelle

Dies erklärte Kreuzer im Gespräch mit der DPA. Insgesamt seien die KSC-Verantwortlichen trotz zweier Punkte weniger im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison positiv gestimmt, drei Zähler Vorsprung auf Relegationsrang 16 hin oder her. Jedoch sei die Stimmung nach dem 1:2 bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig etwas "getrübt".

Nach unserem schwierigen Start sind wir in die Spur gekommen. Mit den letzten drei Spielen können wir punktemäßig dann wieder nicht zufrieden sein.

Oliver Kreuzer

Grund dafür ist auch das Auf und Ab beim KSC, die Formkurve zeigt aktuell wieder nach unten. "Nach unserem schwierigen Start sind wir in die Spur gekommen. Mit den letzten drei Spielen können wir punktemäßig dann wieder nicht zufrieden sein", fasst Kreuzer zusammen. Zwischenzeitlich gingen drei Spiele in Serie an die Badener, aus den vergangenen drei Partien sprang jedoch nur ein Zähler gegen Heidenheim heraus. Auf das Hoch folgte also die gleiche schwache Phase wie zum Saisonstart, zumindest punktetechnisch.

Für den KSC, dessen Ziel erneut der Klassenerhalt ist, gilt es, wachsam zu bleiben. Besonders der Auftritt in Braunschweig schlug Kreuzer und Trainer Christian Eichner aufs Gemüt. "Schnellstmöglich zu den Akten legen" wollte der Coach die vierte Saisonniederlage. Durch diese wurden die Sinne der Karlsruher womöglich aber noch einmal geschärft. Immerhin: Derzeit liegen nur sechs Punkte zwischen dem Sechsten (Düsseldorf) und 16. des Tableaus (Braunschweig). "Es gibt keinen hausgemachten Absteiger. Das Feld schiebt sich immer wieder zusammen", so Kreuzer mit Blick auf die Tabelle.

Hofmanns Abgang laut Kreuzer im Kollektiv kompensiert

In der Liga folgt auf die Testspiele gegen den Schweizer Klub FC Winterthur am Mittwoch (13 Uhr) und gegen Bundesligist 1. FSV Mainz 05 am Donnerstag (14 Uhr) ein Auftritt zuhause gegen den 1. FC Nürnberg am 2. Oktober (13.30 Uhr). Vor diesem wünscht sich Kreuzer vor allem "mehr Konstanz". Die bis dato 15 erzielten Treffer findet er derweil "in Ordnung". Nach dem Abgang von Torjäger Philipp Hofmann zum Bundesligisten VfL Bochum sei es dem Team im Kollektiv "gelungen, das aufzufangen", betont der 56-Jährige mit Blick auf seinen Kader ohne Zielspieler im Angriff.

Zum Testspiel

Defensiv entpuppt sich eine Notlösung als Verstärkung. "Als Glücksgriff erwiesen" habe sich der aufgrund zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle noch kurzfristig vom Hamburger SV ausgeliehene Innenverteidiger Stephan Ambrosius. Der ehemalige deutsche U-21-Nationalspieler wurde für die bei der WM antretende ghanaische Nationalmannschaft nominiert, was ihm einen weiteren Schub verleihen könnte.

mje

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