Bundesliga

RB Leipzig: Kreuzbandriss bei Leipzigs Saracchi

Lichtblick Bonnah qualifiziert sich fürs Trainingslager

Kreuzbandriss bei Leipzigs Saracchi

Muss lange pausieren: Marcelo Saracchi.

Muss lange pausieren: Marcelo Saracchi. imago images/Picture Point LE

Die schwere Knieverletzung von Saracchi, der mit einem Kreuzbandriss vom Platz getragen werden musste, trübte die Stimmung im Leipziger Lager nach der 1:2-Niederlage im 120-Minuten-Test gegen den Montpellier HSC. "Es ist ganz schade für Cello, mein Kopf ist mit ihm", fühlte Trainer Jesse Marsch mit dem Linksverteidiger aus Uruguay, der nach einer Ausleihe von Galatasaray Istanbul zurückgekehrt war. Eigentlich sollte der 2018 für zwölf Millionen Euro von River Plate geholte Abwehrspieler, der sportlich die Erwartungen nicht erfüllen konnte, in diesem Sommer erneut abgegeben werden. Jetzt werden nach der Knie-OP eine lange Pause und eine zehrende Reha die nächsten Monate des sympathischen Südamerikaners bestimmen.

Marsch unschlüssig über Bonnahs Position

Saracchi war der große Pechvogel am Freitagabend, Bonnah hingegen der Lichtblick. Der erst 17-jähige Niederländer, vor zwei Jahren aus der Nachwuchsschmiede von Ajax Amsterdam gekommen, rutschte für den aus Gründen der Belastungssteuerung geschonten Mohamed Simankan in die Startelf und zeigte als Innenverteidiger eine beherzte Vorstellung. Der Lohn: Bonnah löste das Ticket fürs einwöchige Trainingslager ab Sonntag in Saalfelden, für das Marsch etwa 30 Spieler berufen will.

Mit Bonnah hatte der Coach im Vorfeld ein Gespräch geführt, "dass er bei uns vielleicht nicht Innenverteidiger spielen kann". Der Grund ist, dass dem schmächtigen, aber mit enormer Sprungkraft ausgestatteten Bonnah rund 20 Zentimeter zum Gardemaß eines Innenverteidigers fehlen. "Vielleicht muss ich die Situation neu überlegen, weil er so gut gespielt hat", sagte Marsch nun.

Oliver Hartmann

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