Olympia

"Krebs gefressen" - Technischer Fehler kostet Ruder-Doppelvierer die Medaille

Deutsches Boot lag bis kurz vor Schluss klar auf Silberkurs

"Krebs gefressen" - Technischer Fehler kostet Ruder-Doppelvierer die Medaille

Statt Silber nur Fünfter: Der deutsche Doppelvierer der Frauen. 

Statt Silber nur Fünfter: Der deutsche Doppelvierer der Frauen.  picture alliance

Dem deutschen Boot um die drei Olympia-Neulinge Frieda Hämmerling (Kiel), Franziska Kampmann (Waltrop) und Carlotta Nwajide (Hannover) sowie Daniela Schultze (Potsdam) unterlief im Schlussspurt ein folgenschwerer technischer Fehler, der dem Quartett viel Tempo kostete, sodass sogar noch drei Boote - Polen, Australien und Italien - die Deutschen überholen konnten. Den Olympiasieg sicherte sich China vor Polen und Australien.

Die Deutschen hatten bis dahin beinahe vom Start aussichtsreich und mit Vorsprung auf die Polinnen und die weitere Konkurrenz hinter China auf dem zweiten Platz gelegen. Am Ende fehlten nur wenige Züge, um sich die Medaille zu können. 

Fehler kostet Tempo und damit die Medaille

"Es war bis dahin unser bestes Saisonrennen und wir haben uns dann eigentlich auch als Zweite gesehen. Und dann haben wir einfach einen Krebs gefressen", meinte Nwajide im ZDF. Und meinte damit in der Ruder-Fachsprache, dass eine Athletin mit dem Ruder im Wasser hängen geblieben. Dadurch verlor das deutsche Boot erheblich an Rhythmus und Speed - und so auf den Schlussmetern noch die entscheidenden drei Plätze.  

Vor fünf Jahren gab es in dieser Bootsklasse noch Gold für Deutschland, von der aktuellen Besetzung war bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro indes niemand mehr dabei.

jom/dpa

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