Bundesliga

Kramer: "17 Bundesligisten wären neidisch"

Gladbacher stellen Rekord in München auf

Kramer: "17 Bundesligisten wären neidisch"

Christoph Kramer und Gladbach hatten gegen den FC Bayern am Ende den Überblick.

Christoph Kramer und Gladbach hatten gegen den FC Bayern am Ende den Überblick. Getty Images

Es war eine Partie, die zweifelsohne auch hätte anders ausgehen können, das wusste auch Kramer nach der Partie bei seiner ersten Analyse bei DAZN. "In der zweiten Hälfte haben wir viele falsche Entscheidungen getroffen, viele Ballverluste gehabt. Dann haben wir die Bayern krass ins Spiel kommen lassen", so der Mittelfeldmann, dessen Mannschaft vor dem Seitenwechsel sehr gut in der Begegnung war und diese in kurzer Zeit gedreht hatte.

Dass es beim 2:1 für die Fohlen blieb, lag an Fortune und Geschick. "Hinten raus haben wir auch etwas Glück, aber wenn du in München gewinnen willst, gehört Glück auch dazu", meinte Kramer, der mit seinem Team die Münchner nach dem 5:0 im Pokal sowie dem 1:1 zum Saisonauftakt erneut ärgerte. Dabei holten sich die Gladbacher am Freitagabend auch gleich einen Rekord, denn sie fuhren den vierten Bundesliga-Sieg in der Allianz Arena ein - das schaffte noch kein Team. 

Dass es allerdings eine Partie mit anderen Vorzeichen war, ist natürlich auch klar. Es stand in der Schwebe, ob die Begegnung stattfinden würde, denn die Bayern hatten etliche Ausfälle. Auf der Bank saßen neben Ersatzkeeper Christian Früchtl sechs Spieler aus der zweiten Mannschaft sowie zwei aus der U 19. Doch die erste Elf der Bayern konnte sich mit Namen wie Robert Lewandowski, Thomas Müller, Serge Gnabey oder Joshua Kimmich sehen lassen. "Es gehört klar zur Wahrheit, dass Bayern heute ohne sieben richtig gute Spieler gespielt hat", wusste auch Kramer, schob allerdings hinterher: "Die erste Elf, die sie heute auf dem Platz hatten, da wären 17 Bundesligisten sehr neidisch drum. Es war sicherlich nicht die beste Bayern-Elf, aber sicher eine sehr, sehr gute."

Befreiungsschlag für die Gladbacher

Und diese Elf haben die Borussen bezwungen und nach fünf Spielen mit nur einem Punkt und teils krachenden Niederlagen wieder einen Dreier geholt. "Ich würde mir sehr wünschen, dass das der erste Schritt in eine richtig gut Rückrunde war. Aber wir stecken immer noch in einer Situation, die nicht so einfach ist. Das war ein sehr, sehr wichtiger Dreier. Da müssen wir weitermachen, das ist klar", forderte Kramer, der mit seinen Teamkollegen nach den jüngsten Ergebnissen der Abstiegszone sehr nah kam.

In eine ähnliche Kerbe schlug auch Schlussmann Yann Sommer, der seine Mannschaft mit einigen guten Paraden vor mehr Gegentoren bewahrte. "Jetzt müssen wir weitermachen, Konstanz reinbringen in unser Spiel. Diese Intensität müssen wir jedes Wochenende auf diesem Level bringen. Wenn uns das gelingt, werden wir viele Punkte holen", ist sich der Schweizer Keeper sicher. 

mst

Bilder zur Partie Bayern München - Bor. Mönchengladbach