Europa League

Kramaric verlängert seine Superserie

Zehnter Treffer im sechsten Pflichtspiel dieser Saison

Kramaric verlängert seine Superserie

Er kam, sah und traf: Andrej Kramaric (#27).

Er kam, sah und traf: Andrej Kramaric (#27). Getty Images

Anfangs schonte Trainer Sebastian Hoeneß seinen Schlüsselspieler. In Liberec saß Andrej Kramaric am Donnerstagabend zunächst nur auf der Bank. Schließlich hatte der 29-Jährige nach einer fünfwöchigen Zwangspause nach einer Corona-Erkrankung erst ein Bundesligaspiel absolviert. Beim 3:3 gegen die VfB Stuttgart hatte Kramaric gleich wieder einen Treffer per Elfmeter erzielt und ein weiteres Tor vorbereitet. In Tschechien genügte dem Star der Hoffenheimer die letzte knappe halbe Stunde, um auch in seinem ersten Europa-League-Spiel dieser Saison zu treffen. Kurz vor Schluss verwandelte Kramaric einen Handelfmeter sicher.

Wettbewerbsübergreifend bereits das zehnte Saisontor für den Kroaten, der damit in allen seinen bisherigen sechs Pflichtspielen in dieser Spielzeit in allen drei Wettbewerben erfolgreich war. Sieben Tore in vier Bundesligapartien, zwei Treffer in der ersten Pokalrunde, nun eines im Europacup. Damit machte Kramaric zugleich den ersten Vorstoß einer Hoffenheimer Mannschaft in eine europäische K.-o.-Phase perfekt.

Nicht nur in der Bundesliga, sondern auch auf internationaler Ebene besticht Kramaric mit einer starken Tor-Quote. In insgesamt 24 Europapokalpartien schoss der 29-Jährige zwölf Tore. In sechs Spielen in der Champions League fünf Treffer, weitere sieben in 18 Auftritten in der Europa League.

Baumgartner froh "Geschichte geschrieben zu haben"

Bevor Kramaric den Schlusspunkt in Tschechien hatte setzen können, hatte Christoph Baumgartner mit seinem Treffer zum 1:0 den Weg zum Sieg geebnet. "Bei meinem Tor habe ich einen Superpass von Bogarde bekommen. Ich habe den Ball nicht sauber getroffen, aber er kullert ins lange Eck. Ich freue mich, dass ich der Mannschaft so helfen konnte", sagte der Österreicher via vereinseigener Website: "Es ist für uns alle etwas Besonderes, Geschichte geschrieben zu haben. Die früheren Auftritte der TSG waren oft ordentlich, aber es hat nicht zu den Punkten in den internationalen Wettbewerben gereicht. Das haben wir in diesem Jahr sehr gut gemacht. Nun sind wir in der K.o.-Phase und wollen noch weiter kommen."

"Wir sind sehr froh, dass wir die Gruppenphase überstanden haben. Der Gegner war heute sehr motiviert und stand sehr tief. Wir waren etwas zu behäbig und sind nicht gut hinter die Kette gekommen. Es ist ein Spiel, das man gewinnen muss. Wir waren im richtigen Moment da und haben das Tor erzielt", ließ Hoeneß die Partie Revue passieren und kündigte direkt an, dass die TSG mit der Vorrunde noch längst nicht abgeschlossen hat: "Wir wollen in Belgrad punkten und die Gruppe gewinnen. Danach kann man gucken, wer die möglichen Gegner sind."

Nun hoffen sie im Kraichgau aber, dass es auch am Sonntag in Mainz wieder vorwärts geht, denn die TSG muss nach einer ernüchternden Zwischenbilanz mit nur zwei Punkten in den jüngsten sechs Bundesligapartien (vier ohne Kramaric) dringend eine Trendwende einleiten. In Liberec ging die Hoffenheimer Rechnung jedenfalls auf. Kramaric sparte Kräfte und blieb dennoch im Rhythmus.

Michael Pfeifer