Bundesliga

Hoffenheims Andrej Kramaric liegt Angebot zur Vertragsverlängerung vor

Hoffenheim: Auch mit Grillitsch und Geiger laufen Verhandlungen

Kramaric liegt Angebot zur Verlängerung vor

Ob Vertragsverlängerung, Verkauf in diesem Sommer oder ablösefreier Wechsel 2022: Die TSG Hoffenheim schließ für Andrej Kramaric keine Option aus.

Ob Vertragsverlängerung, Verkauf in diesem Sommer oder ablösefreier Wechsel 2022: Die TSG Hoffenheim schließ für Andrej Kramaric keine Option aus. picture alliance

Es war unmittelbar nach dem Saisonende, als sich Hoffenheims Manager optimistisch über einen Verbleib von Andrej Kramaric äußerte. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir ihn auch nächste Saison hier sehen", versicherte Alexander Rosen und fasste sogar die Möglichkeit ins Auge, mit dem Torjäger ins letzte Vertragsjahr zu gehen und 2022 den dann 31-Jährigen ablösefrei ziehen zu lassen.

Der Verlauf der EM dürfte vieles beeinflussen

Nun aber scheint die TSG einen anderen Weg einschlagen zu wollen. Nach kicker-Informationen liegt dem Kroaten ein neues Angebot vor, seinen Vertrag ein weiteres Mal langfristig zu verlängern und seine Karriere womöglich gar in Hoffenheim zu beenden. Eine durchaus nicht abwegige Variante. Denn der Star der Hoffenheimer weiß seinen Status im Kraichgau sehr wohl zu schätzen und hatte stets betont, sich in Hoffenheim pudelwohl zu fühlen. Dennoch ist es höchst unwahrscheinlich, dass sich Kramaric diesbezüglich vor der EM noch festlegt. Mit einem ähnlich erfolgreichen Turnier wie bei der WM 2018, als die Kroaten sogar Vizeweltmeister wurden, könnten sich auf dem bislang trägen Transfermarkt womöglich neue Optionen eröffnen.

Auf diesen Effekt hofft auch Florian Grillitsch mit Österreich. Auch dessen Vertrag läuft 2022 aus, eigentlich war für den 25-Jährigen bereits vorigen Sommer der nächste Schritt im Karriereplan vorgesehen. Da aber auch in diesem Sommer wohl kaum die erhofften Erlöse zu erzielen sind, soll die TSG alternativ auch Grillitsch ein neues Angebot für eine Ausdehnung der Zusammenarbeit vorgelegt haben. Im letzten Jahr hätte die festgeschriebene Ablöse bei 20 Millionen Euro gelegen, für englische Klubs gar bei 25 Millionen. Ob ein Klub nun ein Jahr vor Vertragsende eine adäquate Ablöse bietet, bleibt abzuwarten und dürfte eben auch vom EM-Verlauf abhängen.

Man muss nicht jeden Spieler zu Geld machen.

TSG-Manager Alexander Rosen

Anders gelagert ist der Fall bei Dennis Geiger, der auch noch bis 2022 an die TSG gebunden ist. "Man muss nicht jeden Spieler zu Geld machen", hatte Rosen gar im Fall Kramaric erklärt und hochgerechnet, dass die vor gut fünf Jahren investierten elf Millionen Euro sich längst amortisiert hätten. Grillitsch war im Sommer 2017 sogar ablösefrei aus Bremen gekommen.

Eigengewäche will man nicht ablösefrei ziehen lassen

Geiger aber ist ein Eigengewächs. Solche Spieler nicht ablösefrei ziehen zu lassen, hatte die TSG einst zum Prinzip erklärt. Zuletzt hatte Nadiem Amiri 2019 die TSG ein Jahr vor Vertragsende für neun Millionen Euro Richtung Leverkusen verlassen. Demnach müsste auch Geiger vor einem Abschied oder einer Vertragsverlängerung stehen. Die letzten Gespräche der TSG mit dem schon seit Mitte Dezember verletzten U-21-Nationalspieler (OP am Oberschenkel) liegen dem Vernehmen nach bereits weit über ein Jahr zurück. Die damalige Offerte aber soll Geiger ausgeschlagen haben. Wie der kicker erfuhr, plant Hoffenheim auch in dieser Personalie in die die nächste Verhandlungsrunde zu gehen, um alsbald Fakten zu schaffen und zu verhindern, dass der 22-Jährige in diesem Jahr für kleines Geld oder im kommenden gar ohne Gegenleistung seinen Heimatklub verlässt.

Michael Pfeifer

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