Bundesliga

Hoffenheims Stürmer Kramaric kann Olic überflügeln

Bruun Larsen steht vor einer Leihe

Kramaric kann Olic überflügeln

Hoffenheims Andrej Kramaric steht vor einem Meilenstein.

Hoffenheims Andrej Kramaric steht vor einem Meilenstein. imago images

Ivica Olic hat als unermüdlicher Rackerer und Torjäger deutliche Spuren hinterlassen in der Bundesliga. Für den Hamburger SV, Bayern München und den VfL Wolfsburg erzielte der Kroate in acht Spielzeiten und 238 Partien 72 Treffer im Oberhaus. Am Wochenende hat ihn ein Landsmann eingeholt. Auch Andrej Kramaric steht nach seinem Doppelpack von Berlin beim 3:0-Auswärtssieg der TSG nun bei 72 Treffern. Allerdings benötigte der Hoffenheimer dazu nur fünf Jahre und 145 Spiele. Am Sonntagabend (18 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. FC Köln kann Kramaric zum bisher erfolgsreichsten kroatischen Stürmer in der Bundesliga aufsteigen.

Großes Lob von Hoeneß

"Es ist eine erstaunliche Auszeichnung, die er da erreichen kann, innerhalb von fünf Jahren zum Toptorschützen zu avancieren, das ist stark und zeigt seine außergewöhnliche Klasse", lobt Trainer Sebastian Hoeneß seinen wiedererstarkten Topscorer, "vor seiner Corona-Erkrankung war er für mich der beste Spieler der Liga. Danach hat er etwas Zeit gebraucht, wie viele andere auch. Übrigens auch in dem Spiel in Berlin. Aber er erarbeitet sich die Dinge. Er läuft viel, ist sehr mannschaftsdienlich unterwegs und versucht, sich rauszukämpfen aus der Situation. Den Freistoß, den er reinhaut, hatte er selbst rausgeholt." Regelmäßig zählt der 29-Jährige zu den laufstärksten Hoffenheimern.

"Viele sehen nur seine fußballerische Klasse, aber ich sehe ihn trainieren", schildert Hoeneß und verrät: "Er ist sehr selbstkritisch mit sich. Er versucht immer, an sich zu arbeiten, sich zu verbessern. Deswegen ist er so gut geworden, wie er ist. Und deshalb entwickelt er sich auch in diesem Alter noch weiter. Das beeindruckt mich. Wir hoffen, dass ihm das noch einen Schub gibt für die nächsten Spiele."

Beste Erinnerungen an den 1. FC Köln

Am 23. Januar 2016 lief der zunächst aus Leicester ausgeliehene Kramaric zum ersten Mal für die TSG auf. Fünf Jahre und einen Tag später kann er am Sonntag eine weitere Bestmarke erreichen. Gegen den FC lief es für den Vizeweltmeister auch in der Hinrunde schon prächtig. Beim 3:2-Auswärtssieg in Köln schoss er alle drei Treffer. Trotz der fünfwöchigen Zwangspause und den Folgeerscheinungen der COVID-1--Infektion hat Kramaric mit bisher zehn Treffern seine beste Hinserie gespielt und visiert in der Rückrunde die nächste Bestmarke an: Die liegt bei 17 Saisontreffern.

Larsen steht noch bis 2024 unter Vertrag

Weniger rund lief es bislang für Jacob Bruun Larsen im Kraichgau. Worüber der kicker bereits vor Wochen berichtete, das wird nun konkret. "Bei Jacob läuft es auf eine Leihe hinaus", bestätigte Hoeneß am Donnerstag, neben dem FC Kopenhagen aus seiner dänischen Heimat ist auch der RSC Anderlecht aus Belgien interessiert. Der Vertrag des 22-Jährigen bei der TSG ist noch bis 2024 datiert.

Michael Pfeifer

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