Bundesliga

Kramaric: "Es ist möglich, dass ich bleibe"

Kroate schießt endlich sein 100.Tor für die TSG - Baumgartners Brummschädel

Kramaric: "Es ist möglich, dass ich bleibe"

Kann sich einen Verbleib in Hoffenheim vorstellen: Andrej Kramaric.

Kann sich einen Verbleib in Hoffenheim vorstellen: Andrej Kramaric. imago images/Jan Huebner

Es war der limitierten Zuschauerzahl (500) geschuldet oder zu verdanken, dass Andrej Kramarics Schrei der Erleichterung gut zu vernehmen war. Endlich war ihm dieses 100. Pflichtspieltor gelungen, auf das der Hoffenheimer Torjäger so lange hatte warten müssen. 769 Spielminuten waren vergangen seit Kramarics 99.Treffer am 29. Oktober im Heimspiel gegen Hertha BSC (2:0).

Sofort bildete sich eine Traube der Mitspieler und Mitfeiernden um den 30-Jährigen, nachdem er eine Flanke von Ihlas Bebou mit Übersicht und feiner Technik zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen Dortmund im langen Eck versenkt hatte. Alle in Hoffenheim wissen, wie wichtig dieses Erfolgserlebnis für Kramaric und womöglich auch für die TSG war, sollte es sich als der erhoffte Knotenlöser erweisen. Es war schließlich erst das dritte Ligator für den Goalgetter, der in der Vorsaison gleich 20-mal getroffen hatte.

"Ich bin natürlich überglücklich über das 100. Tor für die TSG. Es hat richtig lange gedauert", freute sich Kramaric. "Mein Sohn war heute zum ersten Mal im Stadion, es freut mich, dass ich vor seinen Augen treffen konnte.“ Dennoch hätte sich Kramaric sicherlich einen erfreulicheren Rahmen für seinen Jubiläumstreffer gewünscht. "Es ist eine extrem ärgerliche Niederlage, weil wir ein Topspiel gezeigt haben. Dortmund hatte drei Torschüsse und erzielt damit drei Tore", haderte der Vizeweltmeister, "wir sind unzufrieden mit dem Resultat, aber die Leistung war richtig gut. Wir waren die klar bessere Mannschaft. Darauf müssen wir aufbauen, dann werden auch die Resultate kommen und sich in der Tabelle zeigen."

Ich kann auch ehrlich sagen, dass wir reden.

Andrej Kramaric

Zudem ließ Kramaric durchblicken, dass nach den Vertragsverlängerungen von Ihlas Bebou, Oliver Baumann, Kevin Vogt und Georginio Rutter alsbald auch seine folgen könnte. "Ich kann auch ehrlich sagen, dass wir reden", bestätigte er die laufenden Verhandlungen um eine Fortsetzung des in diesem Sommer auslaufenden Arbeitsverhältnisses und fügte hinzu: "Ich denke ganz positiv. Wir werden sehen. Es ist möglich, dass ich bleibe."

Hoenß löst das Rätsel um Baumgartners Auswechslung

Derweil löste Trainer Sebastian Hoeneß das Rätsel um die frühe Auswechslung von Christoph Baumgartner. Der Österreicher hatte erkennbar Kopfschmerzen, doch eine passende Szene, ein Zusammenstoß womöglich, war gegen Dortmund nicht auszumachen. Es gab auch keinen. Baumgartners Probleme waren offenkundig noch eine Spätfolge aus dem Pokalspiel am Mittwoch gegen Freiburg, als der 22-Jährige unglücklich mit dem Kopf auf dem Bein eines Freiburgers aufgeschlagen war.

"Sein Kopf hat gebrummt. Er musste deshalb vom Platz", erklärte Hoeneß am Samstag, "es ging ihm eigentlich gut, medizinisch gab es das Go, er hat auch ohne Probleme trainiert. Aber im Spiel hat es sich wohl nicht gut angefühlt. Nach der ersten Rückmeldung nach der Rückkehr aus der Klinik ist alles positiv, es gibt keinen Grund zur Sorge." Bleibt zu hoffen, dass es wirklich nur punktuelle Probleme waren, für Baumgartner jedenfalls kommt die nun anstehende Länderspielpause wie gerufen.

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Michael Pfeifer