3. Liga

Krämer über Elfmeter-Szene: "Klares Handspiel"

Meppens Devise: "Schnell regenerieren", "lernen" und gegen Mannheim "besser machen"

Krämer über Elfmeter-Szene: "Klares Handspiel"

Stefan Krämer hätte gerne einen Elfmeter gehabt, richtete nach der Partie den Blick aber schon wieder nach vorne.

Stefan Krämer hätte gerne einen Elfmeter gehabt, richtete nach der Partie den Blick aber schon wieder nach vorne. IMAGO/foto2press

Mindestens 28 Minuten hielt der SV Meppen gut gegen 1860 München mit. Dann traf Martin Kobylanski aber zur Löwen-Führung und machte damit seinem Papa nicht nur ein besonderes Geschenk, sondern brach auch so ein bisschen den Willen der Emsländer.

In der zweiten Hälfte kam der SVM dann aber noch einmal auf und wurde wieder etwas mutiger. "Wir hatten unsere beste Phase kurz bevor wir das 0:2 kassieren", fand auch Trainer Stefan Krämer bei "MagentaSport" - dann folgte allerdings die nächste Schlüsselszene. "Kurz vorher (vor dem 0:2; Anm. d. Red.) können wir einen klaren Elfmeter kriegen, vielleicht müssen wir den sogar kriegen." Nach einem weiten Einwurf sprang Jesper Verlaat im Löwen-Strafraum der Ball an die Hand, Schiedsrichter Benjamin Brand ließ weiterspielen (51.). "Aber ist okay, ist halt manchmal so", gab sich Krämer ein wenig versöhnlich.

Zweites und drittes Gegentor der endgültige Knackpunkt

Dennoch war die Aktion für den Trainer ein "klares Handspiel", auch wenn er nicht wusste, ob ein möglicher Ausgleich "dem Spiel eine andere Balance" gegeben hätte. Was Krämer aber wusste, war, dass "wenn wir das zweite und vor allem dann das dritte Tor nicht so schnell hintereinander kriegen, glaube ich schon, dass wir nochmal besser ins Spiel kommen können". 

Weil Fynn Lakenmacher aber binnen drei Minuten einen Doppelpack (63., 66.) schnürte, "geht dann auch die Überzeugung weg". In der Schlussphase hatte der SVM dann nur noch wenig entgegenzusetzen. Für Krämer "kein großes Wunder", dass "wir auf Strecke nicht mit 1860 München mithalten können". Dennoch betonte der Coach noch einmal, dass "wir uns besser verkaufen können". 

Auch wenn den Meppenern nach dem am Ende deutlichen 0:4 eine lange Heimfahrt bevorsteht, viel Zeit, um zu trauern, bleibt trotzdem nicht. Vielmehr steht "schnell regenerieren" und "lernen" auf dem Plan, denn schon am Sonntag (13 Uhr) hat der SVM mit Waldhof Mannheim den "nächsten Hochkaräter" vor der Brust - "und dann müssen wir es besser machen".

sts

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