Bundesliga

Kownackis Perspektiven, Friedls EM-Frust und Pavlenkas stiller Abgang

Werder-Torfestival zum Saisonabschluss

Kownackis Perspektiven, Friedls EM-Frust und Pavlenkas stiller Abgang

Verlässt Bremen im Sommer: Jiri Pavlenka.

Verlässt Bremen im Sommer: Jiri Pavlenka. IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Die Vorgaben von Ole Werner für den letzten Auftritt der Saison 2023/24 fielen relativ knapp aus: "Ja, da passiert dann nicht mehr so viel, es werden zwei Mannschaften für jede Halbzeit eingeteilt und nochmal ganz rudimentär die Standardsituationen geklärt", erklärte der Cheftrainer des SV Werder Bremen am Freitagabend, nachdem sich seine von einigen U-19-Spielern unterstützte Mannschaft mit einem 9:4-Sieg gegen den Blumenthaler SV in die Sommerpause verabschiedet hatte.

Einziger Wermutstropfen bei der ansonsten "gelungenen Veranstaltung" gegen den Klub aus der Bremen-Liga war aus Werder-Sicht allenfalls, dass der zweifache Torschütze Dawid Kownacki den Platz kurz vor Schluss angeschlagen verlassen musste. Werner berichtete wohl von einer Prellung: "Das müssen wir mal abwarten, aber ich glaube jetzt nicht, dass es was ganz Dramatisches war."

Kownacki? Werner: "Die Karten werden neu gemischt"

Wie geht es weiter für den Polen bei Werder, nachdem er in der nun abgelaufenen Spielzeit völlig hinter den Erwartungen zurückgeblieben war? "Sowohl wir, als auch er haben sich wahrscheinlich mehr erhofft von dieser Saison", sagte Werner: "Trotzdem steht er bei uns unter Vertrag und wir werden sehen, was der Sommer bringt. Und unterm Strich ist es auch so, dass die Karten in der kommenden Saison neu gemischt werden."

Werder-Kapitän Marco Friedl, der die erste Hälfte auf dem Platz stand, kann sich nun ebenfalls in den Urlaub verabschieden - obwohl er eigentlich lieber darauf verzichtet hätte. Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick allerdings verzichtete auf eine EM-Nominierung des Innenverteidigers. Was freilich für Frust beim 26-Jährigen sorgte. "Wir haben schon kurz darüber gesprochen natürlich", berichtete der Bremer Cheftrainer: "Natürlich wäre Marco auch gerne dabei gewesen. Ich glaube, er hat sich hervorragend entwickelt, war zuletzt für mich auch einer der Top-Verteidiger in der Bundesliga. Der Nationaltrainer hat sich für andere entschieden - das muss man akzeptieren."

Pavlenka braucht keinen "Ausklang"

Eine bewusste Entscheidung hatte indes auch Jiri Pavlenka für seinen letzten Auftritt im Werder-Dress getroffen. Die langjährige Nummer eins des Klubs war am Freitag zwar im Trainingsanzug zugegen - auf dem Platz wollte er wiederum nicht noch mal stehen. "Wir haben uns mit Pavlas so besprochen", erklärte Werner: "Er hat gesagt, den Ausklang braucht er jetzt nicht nochmal - auch wenn er gerne noch mal mit dabei war." So wurde es letztlich ein stiller Abgang des Tschechen, der seinen Stammplatz in der abgelaufenen Saison verloren hatte und dessen Vertrag in Bremen nun nach sieben Jahren ausläuft.

Tim Lüddecke

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