Bundesliga

Kovac: "Wir sind die Treter-Truppe Nummer eins"

Eintracht Frankfurt kassiert den nächsten Platzverweis

Kovac: "Wir sind die Treter-Truppe Nummer eins"

Kann mit den derzeitigen Leistungen der Eintracht nicht zufrieden sein: Niko Kovac.

Kann mit den derzeitigen Leistungen der Eintracht nicht zufrieden sein: Niko Kovac. Getty Images

Drei Ligaspiele ohne ein eigenes Tor: Die Eintracht fällt nach der dritten Niederlage in Serie, dem 0:2 in Berlin , weiter im Tableau zurück. Mit 35 Zählern belegen die Adlerträger trotzdem noch Rang sechs. Dennoch: Die Hessen schafften es am Samstag in einer schwachen Partie vor 43.323 Zuschauern im Berliner Olympiastadion nicht, die vielen Ausfälle (Abraham, Vallejo, Mascarell) zu kompensieren. Im Spiel nach vorne agierten die Frankfurter ohne Alexander Meier (90 Minuten auf der Bank) und mit Ante Rebic und Haris Seferovic viel zu harmlos.

Das kuriose 0:1 von Torschütze Vedad Ibisevic war nach Wiederbeginn die Folge. Dabei hätte der Treffer so gar nicht zählen dürfen: Weil Salomon Kalou zuvor von Bastian Oczipka zu Fall gebracht worden war und deswegen im Weg von Eintracht-Torwart Lukas Hradecky lag, wäre Abseits die richtige Entscheidung gewesen. Allerdings hätte Referee Sascha Stegemann aufgrund des vorherigen Einsteigens von Oczipka auf den Punkt zeigen müssen. Alles in allem eine kuriose wie sicherlich in der Kürze der Zeit extrem schwer zu bewertende Situation für das Gespann.

Spielersteckbrief Seferovic
Seferovic

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Spielersteckbrief Hradecky
Hradecky

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Spielersteckbrief Ibisevic
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Kalou

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"Wenn es Elfmeter ist, dann ist es Elfmeter", sagte Niko Kovac. Der SGE-Coach ergänzte aber: "Dann haben wir zumindest eine Chance, den Ball zu halten. Beim Abschluss ist es klar Abseits, das Tor hätte also nicht zählen dürfen."

Wahrscheinlich Geldstrafe - was soll ich denn sonst machen? Ihn etwa in Urlaub schicken?

Frankfurts Trainer Niko Kovac nach seiner Ankündigung einer Strafe für Rotsünder Haris Seferovic auf die Frage nach der Art der Sanktion

Insgesamt gab der 45-Jährige jedoch vor dem "Sky"-Mikrofon offen zu: "Wir hatten in der ersten Halbzeit alles soweit im Griff, hatten nichts zugelassen. Der eine Fehler, den wir im zweiten Abschnitt gemacht haben, wurde gleich bestraft. Und solche Fehler darf man eben nicht machen."

Knallharter Kovac

Weil dieses Tor der Berliner allerdings auch fein über Schnittstellenpassspieler Niklas Stark herausgespielt worden war, ärgerte den Trainer etwas anderes vielleicht mehr: der Platzverweis für Seferovic. Der Schweizer fuhr gegen Stark den linken Arm in Richtung Gesicht aus und sah glatt Rot. "Berechtigte Entscheidung", empfand Kovac. "Das ist eine Dummheit, dafür wird er sanktioniert. So etwas geht richtig ins Portemonnaie."

Spielbericht

Mit diesem Bärendienst verhinderte Seferovic zudem die Möglichkeit, mit elf Frankfurtern noch einmal etwas Richtung Hertha-Tor unternehmen zu können. Doch nicht nur das: Diese Rote Karte war bereits der sechste (!) SGE-Platzverweis in dieser Saison (einmal Gelb-Rot, fünfmal glatt Rot). Zusammen mit den stolzen 58 Gelben Karten und dem eindeutigen letzten Platz in der Fairplay-Tabelle sprach auch Kovac Knallhartes aus: "Das heute ist mal ein richtiger Platzverweis, wir hatten auch andere, die man nicht hätte geben dürfen. Aber ich will das jetzt hier nicht schönreden. Wir sind die Treter-Truppe Nummer eins in Deutschland."

mag

Bilder zur Partie Hertha BSC - Eintracht Frankfurt