Bundesliga

Korb: "Eine sehr harte Rückrunde wartet"

Hannover: Abwehrmann will offensiv weiter zulegen

Korb: "Eine sehr harte Rückrunde wartet"

Er weiß, wie eng es unten zugehen kann: Julian Korb.

Er weiß, wie eng es unten zugehen kann: Julian Korb. imago

Es war nicht nur für Hannover, sondern auch für ihn ein erfolgreiches Halbjahr. Die Hälfte aller seiner Bundesligatore in 92 Spielen erzielte Julian Korb da für seinen neuen Klub 96. Nun - es sind inzwischen insgesamt allerdings auch erst deren zwei. Eines davon machte der Rechtsfuß zuletzt beim furiosen 4:4 zum Hinrundenausklang gegen Bayer Leverkusen im Dezember.

"Leverkusen war ein Wahnsinnsspiel, da ging es richtig hin und her. Ich bin froh, dass wir nicht mit einem Negativerlebnis in die Pause gegangen sind", sagt der 25-Jährige, der die kurze Winterpause nutzte, um auch für sich das abgelaufene Jahr zu reflektieren. "Natürlich schaut man einmal, wie es bisher gelaufen ist, wenn man mal ein paar Tage frei hat."

Die Zwischenbilanz liest sich positiv: Korb ist eine feste Größe bei den Niedersachsen. Nur ein einziges Mal, beim 0:4 in Bremen, fehlte der Ex-Gladbacher, und das krankheitsbedingt. "Ich bin zufrieden mit dem Wechsel. Mit dem Team haben wir 23 Punkte erreicht, wollen noch einige mehr holen."

Korbs Zwischenbilanz ist positiv

Es wird ein hartes Spiel, ein Hauen und Stechen.

Julian Korb zum bevorstehenden Bundesliga-Spiel gegen Mainz

Dass dies jedoch kein Selbstläufer wird, weiß der erfahrene Akteur. "Wir wissen, dass auf uns eine sehr harte Rückrunde wartet. Da müssen wir versuchen, alles reinzuwerfen und Punkt für Punkt, Spiel für Spiel nehmen, um am Ende in der Liga zu bleiben." Schon die erste Partie daheim werde schwierig. "Mainz ist ein direkter Konkurrent, den wollen wir natürlich auf Abstand halten. Es wird ein hartes Spiel, ein Hauen und Stechen."

Keine Auszeiten für Hannover - Freiburg als Warnung

Auszeiten könne sich der Aufsteiger trotz des Punktepolsters nicht leisten. Korb: "Freiburg hat Ende der Hinrunde einmal kurz eine Serie gestartet und ist da unten herausgekommen. Wir müssen aufpassen, die Konkurrenz schläft nicht. Wir müssen immer ans Limit gehen und in der Vorbereitung gut arbeiten, um die Grundlagen zu legen."

Er selbst wolle sich weiter verbessern, verrät Korb. Zu seiner bekannten taktischen Flexibilität, als rechter Verteidiger in der Viererkette oder auch als rechter Außenspieler vor einer Dreierkette agieren zu können, soll eine persönliche Steigerung im Spiel nach vorne kommen. "Natürlich versuche ich, mich immer wieder offensiv zu beteiligen. Aber egal, wer die Tore schießt. Hauptsache wir holen die Punkte."

Michael Richter