Champions League

Ibrahima Konaté über PSG: "Sie haben ihre Waffen, wir haben unsere"

Leipzigs Personallage hat sich nicht entspannt

Konaté über PSG: "Sie haben ihre Waffen, wir haben unsere"

Ibrahima Konaté kam 2017 zu RB Leipzig.

Ibrahima Konaté kam 2017 zu RB Leipzig. imago images

Zum dritten Mal binnen 98 Tagen trifft RB Leipzig in der Champions League auf Paris St. Germain, nur einmal traten zwei Teams noch schneller so oft gegeneinander an: Der FC Bayern und Real Madrid standen sich 1999/00 erst in der Zwischenrunde und anschließend im Halbfinale gegenüber. Innerhalb von 70 Tagen kam es da sogar zu vier Duellen.

Nachdem PSG-Trainer Thomas Tuchel in der Pressekonferenz am Montagnachmittag von einem "Finale in der Gruppe" gesprochen hatte, nahm Julian Nagelsmann den Ball seines Kollegen wenige Stunden später an gleicher Stelle auf. "Wenn Thomas von einem Finale spricht, erwarte ich auch, dass PSG wie in einem Finale auftritt", so Leipzigs Trainer, der einen "mit offenem Visier" antretenden Kontrahenten erwartet. Erst recht, da Tuchel wieder auf die im Hinspiel verletzten Superstars Neymar und Kylian Mbappé zurückgreifen kann. "Das sind zwei sehr große Spieler, aber morgen spielen elf gegen elf. Sie haben ihre Waffen, wir haben unsere", sagte Innenverteidiger Ibrahima Konaté, für den das Duell als gebürtiger Pariser natürlich ein ganz besonderes: "Fast alle meine Freunde und Familienmitglieder sind PSG-Fans, aber darauf kann ich keine Rücksicht nehmen."

Spielersteckbrief Henrichs
Henrichs

Henrichs Benjamin

Spielersteckbrief Mukiele
Mukiele

Mukiele Nordi

Spielersteckbrief Konaté
Konaté

Konaté Ibrahima

Trainersteckbrief Nagelsmann
Nagelsmann

Nagelsmann Julian

Gerade was die Defensive betrifft, laufen wir auf der letzten Rille.

Julian Nagelsmann

Den Drei-Punkte-Vorsprung auf PSG mindestens zu wahren, so lautet nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel Nagelsmanns Zielsetzung: "Wir sind in der besseren Ausgangssituation, aber die können wir nur halten, wenn wir den direkten Vergleich gewinnen." Ein Auswärtssieg würde RB die Tür ins Achtelfinale sperrangelweit öffnen. Allerdings hat PSG bislang noch nie ein Heimspiel gegen einen Bundesligisten verloren. In acht Begegnungen gab es sieben Siege und ein Unentschieden bei nur zwei Gegentoren. Das einzige Remis holte Borussia Dortmund in der Europa-League-Gruppenphase 2010/11 (0:0).

Klostermann, Laimer und Halstenberg fehlen

Im Gegensatz zu Tuchel plagen Nagelsmann diesmal erhebliche Aufstellungssorgen. "Die Personalsituation hat sich nicht entspannt. Gerade was die Defensive betrifft, laufen wir auf der letzten Rille", sagte der Coach angesichts der Ausfälle von Lukas Klostermann und Konrad Laimer, die beide nach Knie-Operationen im Aufbautraining sind, sowie von Marcel Halstenberg. Der Nationalverteidiger laboriert weiterhin an Problemen im Adduktorenbereich, reiste deshalb gar nicht mit nach Paris.

Youngster Matel fliegt mit nach Paris

Nordi Mukiele und Benjamin Henrichs bestiegen den Charterflieger, sind aber nur eingeschränkt einsatzfähig. Bei Henrichs verursacht eine Sehne Schmerzen im Knie, die den Nationalspieler nun schon längere Zeit behindern. "Ich bin mir nicht sicher, ob er hundertprozentig leistungsfähig ist", so Nagelsmann. Sollte der Ist-Zustand noch weiter anhalten, "müssen wir besprechen, wie wir weiter fortfahren." Der französische Defensiv-Allrounder Mukiele musste zuletzt wegen eines Muskelfaserriss im Oberschenkel aussetzen, sollte laut Nagelsmann aber eine Halbzeit schon mitwirken können. Vorsichtshalber machte auch Eigengewächs Eric Matel (18) die Reise mit, den Youngster will Nagelsmann aber nur im Notfall ins kalte Wasser werfen: "Es wäre für einen so jungen Spieler nicht das dankbarste Spiel."

Oliver Hartmann

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