Int. Fußball

Afrika-Cup: Welche Gruppendritten ziehen ins Achtelfinale ein?

Titelverteidiger braucht Sieg gegen Elfenbeinküste

Komoren müssen zittern - Algerien in schwieriger Lage

Will Algerien die Trophäe des Afrika-Cups erneut hochhalten, brauchen sie einen Sieg gegen die Elfenbeinküste.

Will Algerien die Trophäe des Afrika-Cups erneut hochhalten, brauchen sie einen Sieg gegen die Elfenbeinküste. ZUMAPRESS.com

Beim Afrika-Cup läuft der letzte Gruppenspieltag. Die vier besten Gruppendritten qualifizieren sich dabei ebenso wie die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe für das Achtelfinale.

Sollten zwei Teams innerhalb einer Gruppe die gleiche Anzahl an Punkten aufweisen, gelten laut Paragraph 74 des Afrika-Cup-Regelbuchs folgende Regeln:

1. Höhere Anzahl an Punkten im direkten Vergleich
2. Tordifferenz in allen Gruppenspielen
3. Höhere Anzahl an erzielten Toren in allen Gruppenspielen
4. Losziehung des CAF-Organisationskommittees

Wie die vier besten Gruppendritten ermittelt werden, schreibt Paragraph 32, Artikel 75.4 der Afrika-Cup-Regeln vor:

1. Höhere Anzahl an Punkten aus allen Gruppenspielen
2. Tordifferenz aus allen Gruppenspielen
3. Höhere Anzahl an Toren aus allen Gruppenspielen
4. Losziehung des CAF-Organisationskommittees

Dass es beim diesjährigen Afrika-Cup zu einem Losentscheid kommt, ist aufgrund der vielen engen Ergebnisse nicht unwahrscheinlich. Auch im Fall der besten Gruppendritten war dies möglich, doch es kam nicht dazu: Die Kap Verden (Gruppe A) und Malawi (Gruppe B) mussten zittern, da bei ihnen die Kriterien a) bis c) identisch sind. Sicher hinter den beiden im Ranking der besten Gruppendritten sind die Komoren, die nach drei Spielen drei Punkte und 3:5 Tore haben. Erst als in Gruppe D alle Spiele gespielt waren und klar war, dass der Sudan mit einem Punkt aufgrund eines mehr erzielten Tores vor dem punktgleichen Guinea-Bissau Dritter wurde, hatten die Kap Verden und Malawi Gewissheit, eine Runde weiter zu sein. 

Verzwickte Lage für den Titelverteidiger

Die Komoren müssen noch den Ausgang in den Gruppen E und F abwarten. Apropos Gruppe E: In dieser befindet sich Algerien in einer schwierigen Situation. Gewinnen die Wüstenfüchse ihr letztes Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste nicht, wäre der amtierende Titelträger bereits frühzeitig ausgeschieden. Nur mit einem Sieg ziehen sie ins Achtelfinale ein, entweder als Erster oder Zweiter. Dritter können sie ausschließlich mit einem Unentschieden werden und wären dann sicher raus.

In Gruppe F steht mit Tunesien ein weiterer großer Name vor dem Aus - und nun auch vor großen Problemen. Gleich zwölf positive Fälle meldete der Cup-Sieger von 2004 vor der Begegnung gegen Gambia am Donnerstag. Ob der Kölner Ellyes Skhiri betroffen ist, ist zunächst unklar. 

Die Drittplatzierten der Gruppenphase aktuell

1. Kap Verde (3 Spiele, 4 Punkte, 2:2 Tore)
2. Malawi (3 Spiele, 4 Punkte, 2:2 Tore)
3. Tunesien (2 Spiele, 3 Punkte, 4:1 Tore)
4. Komoren (3 Spiele, 3 Punkte, 3:5 Tore)
5. Sierra Leone (2 Spiele, 2 Punkte, 2:2 Tore)
6. Sudan (3 Spiele, 1 Punkt, 4:1 Tore)

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