Bundesliga

Kommunikation statt Konfrontation

Halbzeittagung der Schiedsrichter: Absage an Videobeweis

Kommunikation statt Konfrontation

Werner Hackmann

Will Gespräche zwischen zwischen Trainern, Managern und Unparteiischen: DFL-Boss Werner Hackmann. dpa

Um die in der Hinserie der Saison 2006/07 aufgetretenen Auseinandersetzungen wieder zu minimieren, sollen turnusmäßige Gespräche stattfinden: "Ich stelle mir vor, dass es diese Gespräche drei oder vier Mal im Jahr geben kann", sagte Liga-Präsident Werner Hackmann am Samstag in Mainz.

"Wir wollen wieder mehr gegenseitigen Respekt von Trainern, Managern und Schiedsrichtern. Der Wunsch in der Liga ist da, durch Gespräche die Probleme zu lösen. Es ist nicht förderlich, dass man in der Öffentlichkeit aneinander gerät. Besser wäre eine interne Diskussion", erläuterte Hackmann, der die Leistung der Referees zwar lobte, aber dennoch ein Problem ausgemacht hat: "In der Liga gibt es den Eindruck, dass einige Schiedsrichter ein arrogantes Verhalten an den Tag legen."

Ein offenes Ohr für die Kritik des Liga-Bosses hatte der deutsche Top-Schiedsrichter Dr. Markus Merk: "Wir sind da am Ball. Wir müssen die jungen Schiedsrichter dahingehend schulen, dass ihre Persönlichkeit schneller reifen kann", erklärte der 44-Jährige, der seiner Zunft aber generell ein gutes Zeugnis ausstellte: "Das ganze Team ist topfit und hat die Leistungstests ohne Probleme bestanden. Die Bundesliga kann sich auf fitte Schiedsrichter freuen."

Auch Volker Roth, Schiedsrichter-Obmann beim DFB, stellte den Referees, die "keine spektakulären Fehler gemacht" haben, ein gutes Zeugnis aus. Allerdings mahnte Roth an, in Zukunft häufiger auf Strafstoß zu entscheiden.

Auch Neuerungen könnten in der Bundesliga anstehen. Hackmann machte sich für die Einführung zweier zusätzlicher Assistenten stark, die hinter den Toren ihr Augenmerk besonders auf die Strafräume richten sollen. Ein Vorschlag, den zuletzt Michel Platini, Anwärter auf das Präsidentenamt bei der UEFA, ins Spiel brachte. Allerdings wurde in Mainz eine weitere Anregung des Franzosen abgelehnt: "Wir sind uns einig, auch mit DFB-Präsident Theo Zwanziger, dass der Videobeweis das Spiel kaputt machen würde. Nur die Torkamera bleibt eine Möglichkeit" so Hackmann.