Bundesliga

Kohr mit Mainz zwischen Meilenstein und Ärgernis

Im 200. Bundesligaspiel "war mehr drin" als ein 0:1

Kohr mit Mainz zwischen Meilenstein und Ärgernis

Jubiläum mit bitterem Ausgang: Der Mainzer Dominik Kohr, hier gegen Florian Wirtz.

Jubiläum mit bitterem Ausgang: Der Mainzer Dominik Kohr, hier gegen Florian Wirtz. picture alliance / Hasan Bratic

"200 Bundesligaspiele, das ist ein Meilenstein. Das schafft man nicht alle Tage. Es freut mich umso mehr, dass ich es bei meinem alten Klub erreicht habe", sagte Dominik Kohr. Der 27-Jährige ist in Leverkusen ausgebildet worden, dort hat auch 2011/12 seine Bundesligakarriere begonnen.

Svensson sieht drei Phasen

Gleichzeitig stufte er das 0:1 "als ärgerlich" ein, "weil einfach mehr drin war". Kohrs Urteil, dass es Mainz über weite Strecken gutgemacht habe, ist durchaus nachvollziehbar. Trainer Bo Svensson sprach von in drei Spielphasen "die ersten 45 Minuten, die 20 nach der Halbzeit und die letzten 25 Minuten". In Phase eins und drei habe sein Team umgesetzt, was es sich vorgenommen hatte, "in den 20 Minuten nach der Halbzeit agierten wir leider zu passiv und haben Leverkusen die Räume und die Zeit gegeben, die sie ausgenutzt haben".

In der Szene, die zum Tor des Tages führte, ließ die 05-Defensive die Gastgeber größtenteils einfach gewähren. "Wegen 20 sehr schlechten Minuten hat es leider nicht gereicht zum Punkt", lautete Svenssons Fazit.

Wegen 20 sehr schlechten Minuten hat es leider nicht gereicht zum Punkt.

Bo Svensson

"Leverkusen hat das eiskalt ausgenutzt", pflichtet Kohr bei. Das 0:1 ändere aber nichts am Paradigmenwechsel in Mainz. "Wir kommen nicht mehr nach Leverkusen, um zu zittern und zu hoffen. Unser Anspruch ist, eventuell etwas mitnehmen zu können. Das ist der neue Weg, den wir eingeschlagen haben. Wir besitzen das Zeug dazu gegen Topklubs gut zu spielen und Punkte mitzunehmen", betonte der Sechser.

Damit so etwas eintritt, sind allerdings 90 gute Minuten nötig und nicht nur 70. Eine Erkenntnis, die sich auch in den Statements von Robin Zentner und Sportdirektor Martin Schmidt nach der Partie widerspiegelte. 

Michael Ebert

Bilder zur Partie Bayer 04 Leverkusen - 1. FSV Mainz 05