Bundesliga

Kohfeldts Appell: "Diese Dinge müssen sie aushalten"

Vor dem Duell gegen Leipzig verspricht der Trainer "außergewöhnliche Aktionen" eines Stürmers

Kohfeldts Appell: "Diese Dinge müssen sie aushalten"

"Jetzt geht es um deutlich mehr als den Einzelnen": Florian Kohfeldt.

"Jetzt geht es um deutlich mehr als den Einzelnen": Florian Kohfeldt. Getty Images

Ende Oktober sah alles noch so gut aus: Kohfeldt und sein Team gewannen bei Bayer mit 2:0, es folgten direkt zwei weitere Siege in der Champions League (2:1 gegen Salzburg) und der Liga (1:0 gegen Augsburg). Seither jedoch gab es keinen einzigen Sieg mehr. Es folgten zehn Spiele ohne Erfolg und alleine sechs Niederlagen in der Liga in Serie. Doch ist der Sinkflug nach dem torlosen Remis gegen Hertha BSC jetzt schon gestoppt?

"Im Training und auch beim Hertha-Spiel sieht man, dass die Mannschaft bereit ist, sich gegen die schwere Phase zu wehren", bekräftigt Kohfeldt. "Ich nehme wahr, dass sich Strukturen herausbilden", beschreibt er das Innenleben im Team.

Doch das bedeutet auch, dass nicht alle im Kader zufrieden sind. "Der eine oder andere bekommt auch mal eine Rolle, die ihm nicht so gefällt", beschreibt der Coach. "Wir haben Leute, die vorangehen sollen und andere, die nicht mehr in diesen Rollen sind. Das ist mein Appell an die Mannschaft: 'Diese Dinge müssen sie aushalten'. Jetzt geht es um deutlich mehr als den Einzelnen."

Kohfeldt weiß aber auch, dass Unentschieden dem VfL nicht reichen werden. Aber im Spiel gegen die Berliner habe sein Team an Inhalte anknüpfen können, "die wir uns vorgenommen hatten". Der Trainer sieht eine "Bestätigung des Grundweges, aber es ist nullkommanull ein Grund, jetzt auch nur im Ansatz zu denken: 'Es wird jetzt alles wieder'. Die Intensität muss weiterhin sehr hoch bleiben, dass wir uns da rausarbeiten können."

Kohfeldt über Waldschmidt: "Wir können von ihm außergewöhnliche Aktionen erwarten"

Großes Problem bleibt die Abteilung Offensive - zuletzt dreimal ohne Torerfolg. Vor allem Luca Waldschmidt blieb da bisher hinter den Erwartungen zurück. Kohfeldt glaubt nicht, dass es beim Stürmer eine Kopfsache ist. "Das würde ich bei Luca nicht sagen. Er lebt auch vom Zusammenspiel mit den anderen, das muss sich ein Stück weit finden", sagte Kohfeldt und verspricht: "Wir können von ihm in der Zukunft außergewöhnliche Aktionen auf dem Platz erwarten. Er ist ein Kreativspieler, der seine Mitspieler in Szene setzt und selber torgefährlich wird. Ich habe irgendwo von ihm gelesen, dass er die nächste Chance macht. Von daher bin ich da beruhigt."

tru

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