Bundesliga

Bremen - Kohfeldts Angriffspuzzle: "Vielleicht spielen auch alle"

Werder-Coach hat personell die volle Auswahl

Kohfeldts Angriffspuzzle: "Vielleicht spielen auch alle"

Gute Laune bei Florian Kohfeldt: Der Bremer Coach (2.v.re.) hat in der Offensive viele Optionen.

Gute Laune bei Florian Kohfeldt: Der Bremer Coach (2.v.re.) hat in der Offensive viele Optionen. imago images

Florian Kohlfeldt musste sich selbst korrigieren, als er auf mögliche Änderungen in seiner Aufstellung für die Partie am Sonntagnachmittag beim 1. FC Köln (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) angesprochen wurde. "Ich habe die Auswahl. Ich weiß es n...", sagte er und nahm den letzten Satz dann doch wieder zurück: "Also ich weiß es. Aber ich sage es nicht." Ein Grinsen machte sich breit im Gesicht des Bremer Trainers.

Denn erstens: Bis auf Ersatztorwart Michael Zetterer stehen ihm aktuell sämtliche Spieler seines Profikaders zur Verfügung. Und zweitens: "Das Schöne daran ist, dass sehr viele der Jungs einen berechtigten Anspruch haben, zu sagen: Hey, Trainer dies und jenes mache ich auch ganz gut - und deshalb will ich spielen", so Kohfeldt, "das freut mich".

Spielersteckbrief Füllkrug
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Unter der Woche hatte im Training der Konkurrenzkampf getobt, nachdem das eigentlich für Dienstagabend angesetzte Pokalspiel gegen Jahn Regensburg ausgefallen war. Der Werder-Coach betonte jedoch auch, dass er die zahlreichen personellen Optionen in den kommenden Tagen auch brauchen werde. Am Mittwoch steht noch das Nachholspiel gegen Arminia Bielefeld an, und die Regensburg-Partie muss er ebenfalls im Hinterkopf behalten: "Ich bin froh", sagte der 38-Jährige am Freitag, "dass wir da viele Möglichkeiten haben".

Wer spielt in der Werder-Offensive?

Gerade in der Offensive drängt sich mit Niclas Füllkrug ein Spieler immer weiter auf, der ohne seine Verletztengeschichte zweifelsohne zu den Stützen des Teams gehören würde. Um dessen Vorzüge weiß Kohfeldt selbst natürlich so gut wie kaum ein anderer: "Er macht Tore, er hat eine gewisse Spielintelligenz, er ist gut im Pressing und gut bei Standards. Es spricht schon viel für ihn", erläuterte der Coach zwar, ließ sich allerdings erneut nicht in die Karten schauen: "...aber es spricht auch nicht viel gegen die anderen." Womit Kohfeldt in erster Linie an Josh Sargent und Milot Rashica dachte, die zuletzt beim 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt insbesondere mit einem Tor beziehungsweise einer Vorlage Argumente für ein erneutes Startelfmandat sammelten. "Man hat einen Formanstieg bei ihnen gesehen", meinte auch der Werder-Coach.

Und dann wäre da ja auch noch Davie Selke, der zuletzt zweimal gar nicht zum Einsatz gekommen war. "Auch für ihn sprechen sehr viele Attribute", erklärte Kohfeldt, "Davie ist bei mir keinesfalls in einer Schublade, dass er keine Chance hat." Der wuchtigste aller Bremer Angreifer bringe immer eine "Top-Einstellung" mit, das müsse man wirklich hervorheben, wie er sich und seine Konkurrenten im Training stets pushe. "Er wird auch noch seine Spiele für uns machen", sagte Kohfeldt und schob hinterher: "Vielleicht spielen auch mal alle zusammen. Kann ja auch sein." Gerade gegen den 1. FC Köln.

Köln hat sich defensiv stabilisiert

Der kommende Gegner setzt wie Werder gegen den Ball ebenfalls auf ein 5-3-2-System, mit einer hohen defensiven Kompaktheit, was natürlich auch Kohfeldt nicht entgangen ist: "Es ist in der Tat so, dass sich Köln defensiv in den letzten Wochen sehr stabilisiert hat - und vorne dann über Tempo gekommen ist." Durch die Ausfälle von Sebastiaan Bornauw und Rafael Czichos könne sich Werders Trainer jedoch auch eine Systemänderung vorstellen. Es sei jedenfalls gut möglich, dass die Bremer am Sonntag nicht zuletzt durch die ähnliche mannschaftstaktische Ausrichtung einen etwas mutigeren Plan verfolgen als sonst, spätestens durch Auswechslungen: "Aufgrund der vielen offensiven Alternativen bieten sich uns auch irgendwann die Möglichkeit, in der vordersten Reihe noch mal einen Spieler mehr zu platzieren", verrät Kohfeldt, der dann puzzeln müsste: "Den würde man dann irgendwo anders wegnehmen."

Tim Lüddecke

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