Bundesliga

Kohfeldt: Darum ist Kruse ein Vorbild

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Kohfeldt: Darum ist Kruse ein Vorbild

Max Kruse

Tritt genau so auf, wie es sich sein Trainer von all seinen Spielern wünscht: Max Kruse. imago

"Max ist ein Stück weit ein Vorbild für das, was auch ich vorleben möchte", sagt Kohfeldt. Konkret: "Er ist total fokussiert auf den Erfolg und sehr interessiert daran, wie wir Leistung optimieren können. Dabei übernimmt er auch viel Verantwortung. Gleichzeitig bringt er die Lockerheit mit, die wir für unsere Spielweise auch unbedingt brauchen. Wer so spielen will wie wir, der muss mutig sein, auch mal frech sein. Das geht nicht nur mit Musterschüler-Mentalität." Also folgert der Fußballlehrer: "Max' Mentalität ist extrem gewinnbringend für die Mannschaft." Gegen einen Kapitän Kruse spräche in der kommenden Saison prinzipiell also gar nichts: "Max hat die Persönlichkeit und die Qualität, andere zu führen, ohne dass seine Leistung darunter leidet", urteilt Kohfeldt. Freilich verbunden mit dem Zusatz: "Für Niklas Moisander, Thomas Delaney oder Philipp Bargfrede gilt das ganz genauso."

Wer sich in der laufenden Transferperiode mit einem Wechsel beschäftigt, kann nicht Kapitän werden.

Florian Kohfeldt

Wer nun letztlich die Binde bekommen wird, will der Coach erst gegen Ende der Sommervorbereitung entscheiden, zunächst über einen gewissen Zeitraum "die Gruppe beobachten". Und vielleicht auch noch die eine oder andere Entwicklung in den Zukunftsplanungen seiner Schützlinge abwarten. Denn eines steht für Kohfeldt fest: "Wer sich in der laufenden Transferperiode mit einem Wechsel beschäftigt, kann nicht Kapitän werden." Vermutlich dürfte das im Sommer 2018 aber allenfalls Delaney betreffen, der aus seinem Traum von der Premier League keinen Hehl macht. Mit Kruse, Moisander und Bargfrede kann Kohfeldt nach menschlichem Ermessen fest für kommende Saison planen. Zum künftigen Mannschaftsrat, den ebenfalls der Trainer bestimmen wird, dürfte das Trio ganz gewiss gehören. Ebenso Delaney, wenn er bleibt, und wohl auch Youngster Maxi Eggestein.

Gegen Kruse als Kapitän könnte dann allenfalls diese Überlegung sprechen: Als "natürlicher Leader" des Teams spielt der extrovertierte Angreifer ohnehin eine dominierende Rolle. Die Binde dem intern eher zurückhaltenden Moisander zu übertragen, würde die Verantwortung noch deutlicher auf mehrere Schultern verteilen. Und Kruse vor einer unter Umständen drohenden Übermotivation schützen.

Thiemo Müller

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