Bundesliga

Kohfeldt-Trennung bereits beschlossen? Fritz: "Völliger Quatsch"

Neue Saison erstmal noch kein Thema bei Werder

Kohfeldt-Trennung bereits beschlossen? Fritz: "Völliger Quatsch"

Und den Gesprächen soll es nicht um die nächste Saison gegangen sein: Clemens Fritz und Florian Kohfeldt.

Und den Gesprächen soll es nicht um die nächste Saison gegangen sein: Clemens Fritz und Florian Kohfeldt. imago images

Dreimal verwendete Werders "Leiter Profifußball" nahezu die gleichen Worte. "Ich wiederhole mich da gerne", sagte Clemens Fritz also in einer Medienrunde am Montagnachmittag: "Wir haben in den Gesprächen in keinster Weise über die nächste Saison gesprochen."

Dabei wurde sich in der vergangenen Woche in Bremen so ausführlich besprochen zwischen Geschäftsführung, Aufsichtsrat und auch der Mannschaft wie selten zuvor. Coach Kohfeldt hatte nach der siebten Liga-Niederlage in Serie gegen Union Berlin mehr als 48 Stunden zur Disposition gestanden, durfte dann aber doch weitermachen. Durch einen beherzten Auftritt seiner Mannschaft im DFB-Pokalhalbfinale - und seinem Job-Endspiel - am vergangenen Freitag gegen RB Leipzig überzeugte er die Verantwortlichen schließlich davon, die Saison noch erfolgreich zu Ende bringen zu können.

Bremens Fokus liegt auf dem Klassenerhalt

Im Bremer Fall hieße das: Den Klassenverbleib in der Bundesliga zu sichern, der durch das punktemäßige Leerausgehen der vergangenen Wochen nun doch noch mal in Gefahr geraten ist. "Darauf legen wir den Fokus", betonte auch Fritz, "und alles andere sollte uns nicht interessieren." Er meinte damit eine Medien-Meldung, die er kurz zuvor in aller Deutlichkeit zurückgewiesen hatte; demzufolge hätten sich der Verein und Kohfeldt bereits auf eine Trennung zum Saisonende geeinigt. "Das ist völliger Quatsch, dass etwas beschlossen ist", entgegnete der 40-Jährige.

Aller Voraussicht nach wird Kohfeldt in den drei noch ausstehenden Spielen gegen Leverkusen, Augsburg und Gladbach nun weiterhin an der Seitenlinie stehen - sofern es nach der geforderten und erfolgten Reaktion gegen Leipzig nicht erneut einen fatalen Rückschlag geben sollte. Anschließend sei es "unsere Pflicht", so Fritz, "nach der Saison eine klare Analyse vorzunehmen". Bislang habe man sich jedenfalls noch nicht mit anderen Trainerkandidaten zur neuen Saison beschäftigt, versicherte er.

Dass die Zusammenarbeit zwischen Werder und Kohfeldt, trotz eines noch laufenden Vertrags bis 2023, zu Ende gehen könnte, gilt dennoch als wahrscheinlich. Auch, weil der Trainer selbst erkannt haben dürfte, dass er in den vergangenen Tagen bei Werder so hart angezählt wurde, wie noch nie zuvor. Noch am späten Freitagabend, nach dem bitteren Pokal-Ausscheiden, hatte er gesagt, dass er "das Ganze hier, die Saison, vernünftig zu Ende bringen" wolle. Mit dem erneuten Erreichen des Klassenverbleibs könnte er sich somit selbst - bei allen Nebengeräuschen - noch einen würdigen Abschied aus Bremen bescheren.

Tim Lüddecke

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