Champions League

Köpke verteidigt Neuer: "Nicht so einfach wie dargestellt"

Bundestorwarttrainer nennt die vier besten Keeper der Welt

Köpke verteidigt Neuer: "Nicht so einfach wie dargestellt"

Manuel Neuer

Unglückliche Szene gegen Chelsea: Manuel Neuer. imago images

Manuel Neuers "Generalprobe" für das Champions-League-Viertelfinale fiel durchwachsen aus. Beim Achtelfinalrückspiel gegen Chelsea (4:1) hatte er das Gegentor mitverursacht, als er eine flache Hereingabe unglücklich vor die Füße von Tammy Abraham lenkte. "Das ist kein großartiges Torwartspiel", kommentierte der frühere Toptorwart Peter Schmeichel die Szene als TV-Experte für den US-Sender CBS. Neuer hätte "ein vergleichsweise schwaches Spiel" gezeigt.

Vor dem Duell mit dem FC Barcelona und Nationalmannschaftskonkurrent Marc-André ter Stegen am Freitag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) stärkt Andreas Köpke dem Bayern- und DFB-Kapitän den Rücken. "Wenn ein ehemaliger Torhüter mal etwas sagt, da muss man ruhig bleiben", sagt der Bundestorwarttrainer auf der Verbandswebsite. "Der Ball war nicht so einfach, wie es dargestellt wurde. Steht da ein Bayern-Verteidiger und schlägt den Ball weg, lobt hinterher jeder Manuels Reaktion."

Streit im DFB-Tor? "Weder Löw noch ich mussten jemals eingreifen"

Für Köpke treffen am Freitag zwei der weltbesten Torhüter aufeinander. Sind sie gar die beiden besten? "Beide gehören jedenfalls zur sehr, sehr exklusiven Gruppe der Besten der Welt", so Köpke. "Im Moment zählen noch Jan Oblak von Atletico Madrid und Alisson Becker vom FC Liverpool dazu. Wir können froh sein, dass wir in der Nationalmannschaft aktuell über gleich zwei solche Toptorleute verfügen. Auch wenn wir nicht jedem gerecht werden können, wenn es um die Spielanteile geht."

Obwohl sich der Konkurrenzkampf im DFB-Tor vor knapp einem Jahr zugespitzt hatte, betont Köpke: "Manuel und Marc leben bei der Nationalmannschaft ein professionelles Miteinander. Beide sitzen auch mal zusammen am Tisch und trinken einen Kaffee." Es sei nie Streit ausgebrochen. "Weder Bundestrainer Joachim Löw noch ich mussten jemals eingreifen. Beide gehen mit der Situation hochprofessionell um."

jpe

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