Bundesliga

1. FC Köln schnappt sich Innenverteidiger Lasse Sobiech ablösefrei vom FC St. Pauli

St. Pauli bedauert Verlust des Abwehrchefs

Köln schnappt sich Sobiech ablösefrei

Lasse Sobiech

Gehört zu den besten Abwehrspielern der 2. Liga: Lasse Sobiech. imago

Die Hamburger hatten in Person von Sportchef Uwe Stöver angekündigt, "alles zu tun, um ihn zu halten", doch es hat nicht gereicht: Lasse Sobiech verlängert seinen auslaufenden Vertrag nicht - das bestätigte am Freitag nun auch der FC St. Pauli offiziell. Der Abwehrspieler geht nach vier Jahren, um sich, so Stöver, "ambitionierten Zielen" zu widmen. Nach kicker-Informationen erhält er beim 1. FC Köln einen Dreijahresvertrag.

Sollte der FC, der seit Sonntag nur noch fünf Punkte Rückstand aufs rettende Ufer hat, den Klassenerhalt schaffen, würde Sobiech (34 BL-Einsätze für Fürth und den HSV) erstmals seit 2014 in die Bundesliga zurückkehren. Und steigt Köln ab, dürfte er zumindest in der kommenden Saison um den Aufstieg mitspielen, was dem FC St. Pauli zuletzt nicht mehr gelang.

Für den derzeitigen Zweitligaelften absolvierte der 1,96-Meter-Hüne in vier Spielzeiten 113 Ligaspiele (15 Tore, vier Assists). In der laufenden Saison kommt Sobiech auf 21 Zweitliga-Einsätze, drei Tore und einen kicker-Notenschnitt von 3,05 - Platz fünf unter den Abwehrspielern im Unterhaus.

St. Pauli lobt Sobiechs "absolut vorbildliches" Verhalten bei den Verhandlungen

Dass sich Sobiech gegen die angebotene Vertragsverlängerung entschiedet hat, bedauert Sportchef Stöver "sehr, weil wir Lasse gerne langfristig an uns gebunden hätten. Aber wir respektieren diesen Schritt natürlich. Lasse hat sich während der Verhandlungen und auch bei seiner Entscheidung absolut vorbildlich verhalten. Wir waren immer im Austausch und auf dem aktuellen Stand. Es war ein sehr offener und ehrlicher Umgang."

Die Kölner, denen bei einem Abstieg der Abschied zahlreicher Verteidiger droht, haben indes mit Sobiech nun schon mal bei einem Kaderplatz Planungssicherheit - unabhängig von der Ligazugehörigkeit.

Frank Lußem/jpe

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