Bundesliga

Köln hat Andersson als Cordoba-Ersatz auf der Liste

Ablössumme des Union-Angreifers frei verhandelbar

Köln hat Andersson als Cordoba-Ersatz auf der Liste

Union Berlins Sebastian Andersson soll beim 1. FC Köln auf Jhon Cordoba folgen.

Union Berlins Sebastian Andersson soll beim 1. FC Köln auf Jhon Cordoba folgen. picture alliance

Cordoba steht vor einem Wechsel zu Hertha BSC. Der Deal erhöht den Handlungsspielraum der Geißböcke deutlich, erfordert aber auch die Verpflichtung eines neuen Mittelstürmers. Auf der Liste der Nachfolge-Kandidaten für Cordoba steht auch Andersson. Als Ablöse für den 29-Jährigen sind sechs Millionen Euro im Gespräch. So hoch war auch die Summe, die die Ausstiegsklausel bei einem Wechsel innerhalb Deutschlands vorgesehen hatte. Da die Option Anfang August ausgelaufen ist, ist der Preis nun aber frei verhandelbar.

Ruhnert: "Die Tür ist für keinen Spieler zu"

Unions Manager Oliver Ruhnert, mit Kölns Manager Horst Heldt aus gemeinsamen Zeiten beim FC Schalke bestens bekannt, hat zuletzt Mitte August noch einmal betont, dass bei Union kein Spieler unverkäuflich ist. Das gilt auch für Schlüsselspieler Andersson. "Die Tür", so Ruhnert vor gut drei Wochen, "ist für keinen Spieler zu".

Spielersteckbrief Andersson
Andersson

Andersson Sebastian

Anfang August, als Anderssons Klausel noch hätte gezogen werden können, hatte sich Schalke 04 um eine Verpflichtung des schwedischen Nationalspielers bemüht. Die finanziell angeschlagenen Knappen hatten den Transfer dann aber nicht über die Bühne gebracht. Andersson steht bei Union noch bis 2022 unter Vertrag. In der vergangenen Saison war er mit 12 Treffern der beste Torjäger der Eisernen.

Union-Coach Fischer bestätigt Anderssons "Transferwunsch"

In der ersten Pokalrunde am Samstagabend beim Karlsruher SC (1:0 n.V.) fehlte Andersson im Kader. "Es steht ein Transferwunsch im Raum", bestätigte Union-Coach Urs Fischer nach der Partie. "Von daher war die Konsequenz, dass er nicht im Aufgebot war."

Trotz Alternativen im Kader: Union wird wohl nachlegen

In Anthony Ujah, Cedric Teuchert, Max Kruse und Marcus Ingvartsen verfügt die Mannschaft von Trainer Urs Fischer über Alternativen im Kader. Allerdings sind Ujah (Knie) und Kruse (Sprunggelenk) nach Verletzungen noch nicht einsatzfähig, Teuchert hat seine Stärken eher als zweite Spitze, und Ingvartsen wird häufig auf der Außenbahn benötigt. Daher ist davon auszugehen, dass Ruhnert bei einem Wechsel des Zielspielers im Angriff noch einmal nachlegt und zumindest einen Teil der Ablöse reinvestiert.

Jan Reinold

Klub für Klub: Die Sommer-Transfers der Bundesligisten