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1. FC Köln: Baumgart zeigt sich mit dem Trainingslager zufrieden

Der 1. FC Köln gewinnt das Testspiel gegen Elversberg mit 2:1

Baumgart zeigt sich mit dem Trainingslager zufrieden - Viel Lob für Modeste

Findet Anthony Modeste beim 1. FC Köln nochmal in die Spur? Sein Trainer ist überzeugt vom Franzosen.

Findet Anthony Modeste beim 1. FC Köln nochmal in die Spur? Sein Trainer ist überzeugt vom Franzosen. imago images/Uwe Kraft

Das 2:1 gegen den Regionalligisten SV Elversberg zum Abschluss des Trainingslagers in Donaueschingen lieferte womöglich noch einmal einen Hinweis darauf, wie unangenehm auch Viertligisten werden können. Mit dem FC Carl Zeiss Jena wartet immerhin einer davon in der ersten Runde des DFB-Pokals zum Pflichtspielauftakt in zwei Wochen. Aber: Bange machen gilt nicht. Von zwei, drei Szenen abgesehen hatte der 1. FC Köln im Salinenstadion von Bad Dürrheim defensiv (fast) alles im Griff, versäumte es in einigen Szenen, die Sache deutlicher zu machen.

Ein Grund mehr für Steffen Baumgart, sich zufrieden zu zeigen. "Das Ergebnis hätte höher ausgehen können", resümierte der Kölner Trainer, der die Leistung nach der Pause sicherlich noch zum Thema machen wird. "Vieles geht besser", deutete er an, "da gab es die eine oder andere Situation, die wir hätten besser machen können." Was wohl auch daran lag, dass in dieser Phase Spieler auf dem Platz standen, die später ins Training eingestiegen (Skhiri, Duda, Schaub, Özcan) sind oder sich noch in der Aufbauphase (Andersson) befinden. "Da merkt man, dass die so ein bisschen ins Loch fallen", so Baumgart.

Defensive Defizite hat Baumgart im Blick

Für diese Situationen sind Trainingslager da und mit der nun beendeten Vorbereitungsphase zeigte sich der anspruchsvolle Coach sehr zufrieden. Von den Bedingungen, die sich dem FC boten, ohnehin. Und was die Bereitschaft seiner Profis angeht auch. Dabei übersieht er nicht die Defizite. Etwa jene, die zur Führung für den Regionalligisten führten. Zögerliche Attacken, unabgestimmtes Angreifen und dadurch entstehende Löcher im Deckungsverbund lassen dann eben auch einen unterklassigen Gegner lachen – daran muss gearbeitet werden, Konzentrationsmängel darf sich der FC nicht erlauben.

Von Tony ist im Moment jeder positiv überrascht.

Steffen Baumgart

Dass der Kader verkleinert wird, ist zu vermuten. Wann dies geschieht, steht nicht endgültig fest. "Wir werden mit dem einen oder anderen Spieler über seine Perspektiven, seine Zukunft sprechen. Das ist normal, denke ich", kündigt Baumgart an und verspricht: "Wir werden vernünftige Regelungen finden und uns im Trainerteam in Ruhe hinsetzen und gucken, wen wir in der Mannschaft sehen." Diese habe "immer mehr Gesicht angenommen", jetzt müsse man schauen, "wer passt im Moment und wer nicht. Ein normaler Weg."

Viel Lob für Modeste - "Hoffe, dass die Ergebnisse kommen"

Einer, der aktuell passt, ist Anthony Modeste. "Von Tony ist im Moment jeder positiv überrascht." Der Franzose verkörpert nach langer Talfahrt das, was Baumgart sehen will: "Er hat nur zwei Trainingseinheiten verpasst", lobt der Trainer, der ergänzt: "Die Jungs sind in einem sehr guten Zustand. Und sie versuchen umzusetzen, was ich fordere." Dabei drückt er gerne ein Auge zu, wenn die Spieler es in der einen oder anderen Situation "nicht so machen, wie ich mir das vorstelle. Das ist normal. Wir reden nachher darüber und dann geht es weiter."

Tore und Karten

0:1 Karger (14', Rechtsschuss)

1:1 Ehizibue (28', Kopfball)

2:1 Modeste (43', Kopfball)

1. FC Köln
Köln

T. Horn - Ehizibue , Hübers , Czichos , Schmitz - Ljubicic , Kainz , Hector , Uth - Modeste , Thielmann

SV Elversberg
Elversberg

Kristof - Fellhauer, Conrad, von Piechowski, Neubauer - Laprevotte, Dacaj, Feil, Karger , F. Müller - Schnellbacher

Frische und Klarheit will er nun in den letzten 14 Tagen vor dem Pflichtspielauftakt tanken. Beides sind wichtige Faktoren für sein Spiel, das Körper und Geist gleichermaßen fordert. So gesehen gefiel ihm der letzte Test, "weil die Jungs nach der Führung weiter nach vorne gespielt haben, nicht hintenrum. In den letzten zehn Minuten hatten wir noch drei, vier Möglichkeiten, das Ergebnis zu erhöhen." Seine Überzeugung vom Fußball will er vermitteln. "Ich hoffe, dass wir mit dem Mut spielen, wie ich mir das vorstelle. Und dann hoffe ich, dass die Ergebnisse kommen."

Frank Lußem