3. Liga

Köllner warnt vor "Aufstiegsmannschaft"

1860 München empfängt MSV Duisburg

Köllner warnt vor "Aufstiegsmannschaft"

Michael Köllner erwartet ein schwieriges Spiel gegen die Zebras. Seine Mannschaft müsse "gewissenhaft" spielen.

Michael Köllner erwartet ein schwieriges Spiel gegen die Zebras. Seine Mannschaft müsse "gewissenhaft" spielen. imago images

Michael Köllner sieht sich anscheinend nicht gerne in der Favoritenrolle. Vor dem Spiel gegen den Duisburg warnt er ausdrücklich davor, die Gäste zu unterschätzen. Er erwartet eine "Aufstiegsmannschaft, die einen Aufstiegskader hat". Die Ausfälle, die der MSV hat, könne er aufgrund des breiten Kaders kompensieren. "Deshalb stoße ich jetzt nicht in dieses Lied mit ein: Ja mei, die armen Duisburger, die kommen jetzt völlig geschwächt und haben grad nur noch elf Leute beieinander", sagt Köllner. "Sie werden auch hier im Grünwälder Stadion eine richtig starke Mannschaft auf den Platz bekommen."

Hat der Gegner Normalform und wir haben 95 Prozent, gewinnen wir nichts.

Michael Köllner

Auch den Stoppelkamp-Ausfall sieht Köllner nicht als Spiel entscheidend an. "Bei uns gewinnt der Mölders auch nicht alleine ein Spiel", so der 50-Jährige. Die Zebras hätten noch weitere gute Spieler. "Alleine Vincent Vermeij in den Griff zu bekommen wird morgen eine Herkulesaufgabe", warnt der Trainer. "Sie haben auch geschwächt in Unterhaching gewonnen. Wir waren selber am Montag in Unterhaching und uns ist da auch nichts geschenkt worden." Der Sieg sei schwer erkämpft und erarbeitet gewesen. Gegen Duisburg gelte: "Hat der Gegner Normalform und wir haben 95 Prozent, gewinnen wir nichts."

Um den Erfolg beizubehalten, müssen die Sechziger Trainingsqualität und Intensität hochhalte. Köllner fordert hohe Konzentration. Fehler dürften passieren, aber müssten im Rahmen bleiben. Davon, dass die Löwen eine Heimschwäche hätten, möchte der Trainer nichts hören: "Ich bin nicht derjenige, der uns irgendeine Heimspielphobie ins Hirn reinlegt." Die Mannschaft müsse weiterhin "gewissenhaft" spielen - ob heim oder auswärts.

Keine Aufstiegsträume

Dazu gehöre auch, dass sie sich noch keinen Aufstiegsträumen hingebe. Köllner bleibt am Boden. "Da mutmaßen jetzt alle: Da kommt Duisburg, Corona geschädigt. Dann kommt Halle - sichere sechs Punkte. Und dann sind wir dann am 9. Spieltag vier Punkte vorne und dann nochmal drei Spieltage später sind wir zehn Punkte vorne, vielleicht können wir im Winter schon das erste Bier aufmachen und dann können wir anstoßen auf die 2. Liga. Wer mir sowas erzählt, ist im Tagesgeschäft nicht gut unterwegs. Morgen geht's weiter und morgen wird es eine harte Nummer." Dies sei auch der Schlüssel für den Sieg gegen Unterhaching gewesen, dass sich die Mannschaft noch nicht "mit irgendwelchen Szenarien" beschäftigt hat. Auch vor dem Spiel gegen Duisburg bleibt Köllner also weiter mahnend.

kon