2. Bundesliga

Hannover 96-Coach Kocak und der "Schlag ins Gesicht"

Hannover ist auf Wiedergutmachungskurs

Kocak: "Jeder Schlag ins Gesicht ist gut für unsere Entwicklung"

Hannovers Chefcoach Kenan Kocak war bedient nach der erneuten Niederlage gegen Würzburg.

Hannovers Chefcoach Kenan Kocak war bedient nach der erneuten Niederlage gegen Würzburg. imago images

Geschichte wiederholt sich. An den 22. November vergangenen Jahres hatte Kenan Kocak vor der Partie gegen Würzburg nur äußerst ungerne zurückgedacht. "Es war einer der schlimmsten Tage meiner Trainerkarriere", erinnert sich der Coach von Hannover 96 an das Spiel bei den Kickers. Aber nicht nur die 1:2-Niederlage beim Tabellenletzten tat Kocak weh, sondern auch sein Rücken. Kurz vor der Abfahrt ins Stadion zog sich der Trainer einen Hexenschuss zu und konnte das Spiel seiner Mannschaft nur im Hotel am Bildschirm verfolgen. "Das hat mir auch vor dem Fernseher keinen Spaß gemacht. Wir haben da noch eine Rechnung offen", kündigte der 40-Jährige vor dem Rückspiel am Donnerstag an.

Kocak: "Wir haben ein sehr schlechtes Spiel abgeliefert"

Gestern Abend folgte jedoch die nächste kalte Dusche gegen das Tabellenschlusslicht. Im Nachholspiel des 25. Spieltags unterlagen die Niedersachsen nach einer dürftigen Leistung erneut mit 1:2 gegen Würzburg. "Es gab bessere Nächte als die gestern. Es ärgert mich, dass wir das Spiel verloren haben, aber vor allem, wie wir das Spiel verloren haben", sagte Kocak am heutigen Freitag. Der Rücken ist zwar in Ordnung, das Spiel aber hatte den 96-Chefcoach offenbar um den Schlaf gebracht. "Wir haben leider gestern Abend nicht das abrufen können, wozu wir in der Lage sind. Wir haben ein sehr schlechtes Spiel abgeliefert, was auch nicht schönzureden ist."

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2. Bundesliga - 28. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
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2
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3
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50

Dabei war Hannover 96 durch Genki Haraguchi sogar in Führung gegangen (47.). Doch Frank Ronstadt mit einem Traumfreistoß (58.) und Rajiv van la Parra (80.), Halbbruder von Liverpools Georginio Wijnaldum, drehten die Partie für die Kickers.

"Wir haben Gott sei Dank das nächste Spiel vor der Brust und können uns auch nicht so lange mit diesem Spiel aufhalten", blickt Kocak auf die Partie am Sonntag gegen Heidenheim (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) voraus. "Aber glauben Sie mir: Jedes Spiel und auch jeder Schlag ins Gesicht ist noch einmal gut für unsere Entwicklung."

Kocak: "Wir müssen unbedingt unsere tiefen Laufwege wieder hinbekommen"

Der Trainer fordert von seinem Team gegen den FCH ein anderes Auftreten. "Wir müssen unbedingt unsere tiefen Laufwege wieder hinbekommen, die Effektivität, die Passgenauigkeit." Der 40-Jährige mahnt: "Wenn wir in der 2. Liga gewinnen wollen, müssen wir an unsere Grenzen gehen - und darüber hinaus. So wie gestern, das geht nicht in der 2. Liga."

mas/meg

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