2. Bundesliga

Kobylanski ist wieder eine Option für den Eintracht-Kader

Braunschweig hofft auf eine stabilere Defensive

Kobylanski ist wieder eine Option für den Eintracht-Kader

Der Kapitän ist zurück an Bord: Martin Kobylanski.

Der Kapitän ist zurück an Bord: Martin Kobylanski. imago images

Wegen einer Innenbandverletzung musste Eintracht Kapitän Martin Kobylanski zuletzt zwei Spiele pausieren. Braunschweigs Ausbeute in dieser Zeit war mager: In Sandhausen (2:2) und gegen Karlsruhe (1:3) ergatterten die Löwen nur einen Punkt. Keiner konnte den 26-jährigen Offensivspieler ersetzen.

Auf der Spieltags-Pressekonferenz machte BTSV-Trainer Daniel Meyer Hoffnung: Martin Kobylanskiist zumindest eine Option für den Kader. Er konnte die letzten Wochen Reha-Training machen. Startelf wäre noch zu früh, aber wir gehen davon aus, dass er im Kader stehen kann."

Die Offensivlast trug zuletzt vor allem Sturmtank Nick Proschwitz, der in den letzten drei Spielen drei Tore und einen Assist beisteuerte und damit zum Top-Torjäger (vier Treffer) und Top-Scorer (fünf Punkte) bei den Blau-Gelben aufstieg.

Meyer legt den Finger in die Wunde

Mehr Sorgen allerdings bereitet den Niedersachsen die Defensive, die Meyer verbal attackierte. "Ich fand es wichtig nach dem Spiel vom Samstag den Finger in die Wunde zu legen", erklärte der Trainer. "Wir können nicht immer auf das fehlende Spielglück eingehen. Mir war es wichtig, dass wir die Fehler klar ansprechen."

Davon leistete sich die Eintracht zuletzt zu viele. Auch für den Geschmack von Meyer: "Die Kommunikation ist nicht immer optimal. Es sind viele Kleinigkeiten, die sich bei den Gegentoren summieren. Teilweise herrscht eine gewisse Sorglosigkeit in Szenen. Wir müssen da unser Bewusstsein schärfen. Die defensive Stabilität wird nicht durch Hand auflegen entstehen."

Die drittschlechteste Abwehr in der 2. Liga (17 Gegentore) nach Würzburg (19) und Darmstadt (18) will der Coach aber nicht am Torwart festmachen. Immerhin ist Felix Dornebusch mit einem kicker-Notenschnitt von 3,71 der am schlechtesten bewertete Keeper der Liga. "Die Frage ist, ob das produktiv ist, immer wieder Spieler als Sündenbock herauszusuchen", nimmt Meyer den kompletten Defensivverbund in die Pflicht.

Keine Panik am Böllenfalltor

Nun ist Braunschweig am Freitag (18.30 Uhr) auswärts bei ebenfalls defensivschwachen Lilien gefordert. "Darmstadt ist auch in einem Entwicklungsprozess. Sie sind in einer ähnlichen Situation wie wir. Insgesamt haben sie aber eine große individuelle Qualität", beschreibt Meyer den kommenden Gegner. "Bei Darmstadt gibt es eine klare Struktur. Wir sind gewarnt und denken, dass wir eine gute Idee entwickelt haben, damit umgehen zu können."

Schwarzmalen möchte der Eintracht-Coach nach erst acht Spieltagen ohnehin noch nicht. "Wir sind ein Aufsteiger, das darf man nicht vergessen. Wir sind ordentlich dabei und haben eine Mannschaft, die sich nie gehen lassen hat. Sie versucht alles und kann sich wehren. Es gibt keinen Grund, Panik zu machen. Die 2. Liga ist sehr eng."

cru

So lange laufen die Verträge der Zweitliga-Trainer