Bundesliga

Schalkes aktueller Planungs-Chef Knäbel im Interview

Schalke: Der aktuelle Planungs-Chef im Interview

Knäbel: "Müssen uns trauen, Entscheidungen zu treffen"

"Ich erarbeite gerne Inhalte, Strukturen und Strategien": Peter Knäbel.

"Ich erarbeite gerne Inhalte, Strukturen und Strategien": Peter Knäbel. imago images

Die Turbulenzen der vergangenen Tage rund um das Thema Ralf Rangnick "bewegen den Verein, das spürt man deutlich", sagt Peter Knäbel. Aber: "Ich konzentriere mich auf meinen Verantwortungsbereich, diese Arbeit darf nicht liegenbleiben. Da ist jeden Tag Bewegung drin." Die am Mittwoch verkündete Verpflichtung des Mainzer Kapitäns Danny Latza, der einen ab Sommer gültigen Zweijahresvertrag plus Option erhält, ist das beste Beispiel.

Die ungeklärte personelle Langfrist-Lösung in der Führungsriege darf Knäbel als sportlich Gesamtverantwortlicher nicht tangieren, betont er: "Wir können darauf jetzt keine Rücksicht nehmen. Wir müssen uns trauen, Entscheidungen zu treffen, die mittel- und langfristig und personenunabhängig für Schalke 04 richtig sind." Mit "Wir" meint er die "Task Force Kaderplanung", der auch U-19-Trainer Norbert Elgert und Ex-Profi Mathias Schober angehören. "Der Großteil der Planungen konzentriert sich mittlerweile auf die 2. Liga, so ehrlich muss man sein."

Mit zunehmender Dauer werde aber immer wichtiger, die Frage nach der dauerhaften sportlichen Verantwortung zu beantworten. "Ich habe Lust auf Klarheit", sagt der 54-Jährige. Er selbst könnte sich vorstellen, künftig als Sportvorstand zu agieren. "Ich erarbeite gerne Inhalte, Strukturen und Strategien", sagt Knäbel. "Wichtig ist aber immer die Gesamtkonstellation aller handelnden Personen und welche Rolle man mir in diesem Konstrukt zutraut. Da bin ich überhaupt nicht eitel, auf Schalke gibt es schließlich genug zu tun, und der Verein muss immer im Zentrum stehen."

Im kicker-Interview (Donnerstagausgabe, ab Mittwochabend als eMagazine) spricht Peter Knäbel ausführlich über Schalkes Gegenwart und Zukunft, aber auch über Versäumnisse der Vergangenheit, die Schalke angesichts von auch in der 2. Liga gültigen Profi-Erstligaverträgen noch teuer zu stehen kommen könnten.

Toni Lieto