2. Bundesliga

Knackpunkt Elfmeter: SCP-Aufschwung geht weiter

Coach Baumgart sieht trotz Siegesserie Verbesserungspotenzial

Knackpunkt Elfmeter: SCP-Aufschwung geht weiter

Im zweiten Versuch: Dennis Srbeny (r.) trifft zum 1:0 für Paderborn.

Im zweiten Versuch: Dennis Srbeny (r.) trifft zum 1:0 für Paderborn. picture alliance

"Es war ein intensives Spiel, wir mussten uns reinarbeiten. Die beiden Elfmeter waren Schlüsselszenen. Es gibt in vielen Spielen solche Knackpunkte und das waren sicherlich zwei solche, dass Leopold (Zingerle; d. Red.) erst den Elfmeter hält und Dennis (Srbeny) seinen Elfmeter dann im Nachschuss reinmacht. Das ist uns schon bewusst. In der ersten Hälfte habe ich so oder so ein sehr ausgeglichenes Spiel gesehen. Unter dem Strich können wir mit dem Zu-Null-Spiel sehr zufrieden sein und ich finde, dass die Jungs einen sehr guten Job gemacht haben", erklärte Paderborns Coach Steffen Baumgart nach der Partie.

Worauf Baumgart in seiner Analyse anspielte, waren gleich zwei Elfmetersituationen in der ersten Hälfte, in denen die Ostwestfalen auch mit dem Glück im Bunde gewesen waren. "Beim Elfmeter habe ich mich früh für die Ecke entschieden. Es hat alles gepasst, so dass ich den Ball mit dem Fuß abwehren konnte", sagte Zingerle über seinen parierten Handelfmeter von St. Paulis Frankfurter Leihgabe Rodrigo Zalazar in der 21. Minute.

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Ist die 2. Liga im Vergleich zur Vorsaison attraktiver?

Gut 15 Minuten später glich der SCP in Sachen vergebener Strafstöße dann zwar aus, weil Srbeny zumindest im ersten Versuch vom Punkt an Keeper Robin Himmelmann scheiterte. Sein Nachschuss allerdings bescherte Paderborn das 1:0. "Der Torwart ist beim Elfmeter lange stehen geblieben und hat die Ecke geahnt. Ich bin glücklich, dass ich den Ball im zweiten Anlauf verwandeln konnte", meinte der Stürmer über seinen Treffer.

Seit dem spektakulären 3:4 gegen den Hamburger SV am 28. September hat der SCP damit in sechs Partien (vier Siege zwei Remis) nur ganze zwei Gegentore kassiert. Dennoch sieht Baumgart noch genügend Verbesserungsbedarf: "Das Nach-vorne-verteidigen hat erneut gut funktioniert, man hat aber auch gesehen, dass wir in der einen oder anderen Situation zum Ende hin noch mehr Ruhe hätten haben können, um es manchmal besser auszuspielen."

Besonders freute sich der Coach indes darüber, dass sein Team gerade in der ersten Hälfte erneut etwas beherzigte, das schon in den letzten Wochen gut funktioniert und das Klettern in Richtung Tabellenspitze erst möglich gemacht hatte: "In der zweiten Liga musst du dich in jedes Spiel reinarbeiten, das ist meistens auf Augenhöhe und selten so, dass eine Mannschaft viel besser ist als die andere."

jom