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Klopp: "Fragen Sie in Manchester nach..."

Comeback von Oxlade-Chamberlain rückt näher

Klopp: "Fragen Sie in Manchester nach..."

Dürfte nicht Klopps größter Fan sein: ManCity-Coach Pep Guardiola.

Dürfte nicht Klopps größter Fan sein: ManCity-Coach Pep Guardiola. imago

Für schlechte Stimmung ist in Liverpool derzeit eigentlich kein Platz, und so wurde das Thema Alberto Moreno gleich zu Beginn der Pressekonferenz vor der Partie gegen Arsenal abgehandelt (Samstag, 18.30 LIVE! bei kicker.de und im Stream bei DAZN). Der Linksverteidiger hatte sich in einem Radiointerview darüber beschwert, dass er nach seiner Verletzung keine Berücksichtigung im Team der Reds mehr fand. Klopp zeigte Verständnis dafür, dass er mit seiner Einsatzzeit nicht zufrieden ist, attestierte dem Spanier, der seit 2014 im Verein ist, noch sehr professionelles Verhalten im Training und verwies darauf, dass seine Türe immer offen stehe. Nächstes Thema.

Oxlade-Chamberlain macht Fortschritte

Und das war schon deutlich erfreulicher. Denn Klopp verkündete, dass Alex Oxlade-Chamberlain nach seinem Kreuzbandriss, der ihn auch die WM gekostet hatte, derzeit große Fortschritte mache. "Es gab keine Reaktion nach seinen ersten Einheiten auf dem Platz. Es sieht so aus, als könne er im Februar wieder normal ins Training einsteigen. Das gibt uns Hoffnung, dass er in dieser Saison nochmal zurückkehren könnte", schürte Klopp Hoffnungen auf ein Comeback im Frühjahr.

Spielersteckbrief Oxlade-Chamberlain
Oxlade-Chamberlain

Oxlade-Chamberlain Alex

Spielersteckbrief Alberto Moreno
Alberto Moreno

Moreno Perez Alberto

Premier League - 20. Spieltag
Premier League - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
FC Liverpool FC Liverpool
54
2
Manchester City Manchester City
47
3
Tottenham Hotspur Tottenham Hotspur
45

Doch für die Partie gegen die Gunners wird der Coach auf seine gewohnten Kräfte zurückgreifen müssen. Seine Defensive wird er vor allem auf blitzschnelle Konterattacken einstellen. "Ihre Konter sind verrückt und schnell", unterstrich Klopp.

Klopp über Aubameyang: "Köpfen kann er auch noch"

Dabei warnte er natürlich in erster Linie vor Pierre-Emerick Aubameyang, den er noch aus gemeinsamen Tagen beim BVB kennt. Ein außergewöhnlicher und lustiger Typ sei der Gabuner. "Vor dem Tor ist er meistens relaxed. Die Kombination aus seiner Schnelligkeit und Kaltschnäuzigkeit ist selten und macht ihn zu einem besonderen Spieler. Und köpfen kann er auch noch", stellt Klopp die Qualitäten von Arsenals Angreifer heraus. In Kombination mit Alexandre Lacazette sei das dann nur noch schwer zu verteidigen. Allerdings stellen die Reds mit nur sieben Gegentoren auch die mit Abstand beste Abwehr der Premier League.

Klopp erklärt den Unterschied zwischen Deutschen und Engländern

Entsprechend ist der Vorsprung mittlerweile auf recht komfortable sechs Punkte angewachsen. Sicherlich nur ein Grund, warum sich Klopp größter Beliebtheit erfreut. Dies riss einen Journalisten zur Frage hin, ob er sich erklären können, warum er womöglich der beliebteste Deutsche auf der Insel sei. "Das liegt sicherlich an den mangelnden Alternativen", sorgte Klopp für einen ersten Lacher. Aber er fühle sich im Alltag ohnehin nicht als Deutscher, "wir sind uns wirklich sehr ähnlich. Engländer können das Wetter so nehmen wie es ist, sonst wären sie hier auch nicht glücklich. Das ist der große Unterschied." Ob er wirklich der beliebteste Deutsche ist, wollte er auch nicht ganz glauben und bat den Journalisten mit einem breiten Grinsen: "Fragen Sie in Manchester nach, sie werden ein paar finden..."

Bei den Fans gebe es aber sehr wohl Unterschiede. Den englischen Anhängern sei es viel wichtiger, ob ihr Team gewinne und lieferte auch gleich die nicht ganz ernst gemeinte Erklärung: "Weil die Engländer viel mehr wetten."

Klopp: "Hier sind die Leute viel mehr im Spiel"

"In Mainz, als ich noch ein Spieler war, war es den Leuten egal, wie wir gespielt haben. Als ich dann Trainer war, wurde es immer wichtiger für die Leute", blickte er zurück. In Dortmund sei der Fußball dann schon wie eine Religion gewesen, "aber in Liverpool ist es nochmal das nächste Level. Es ist intensiver." Das führt er auch auf die andere Atmosphäre in den Stadien zurück. "In Deutschland wird über die gesamte Spielzeit konstant gesungen. Hier sind die Leute viel mehr im Spiel. Das bedeutet aber auch, wenn im Spiel nichts passiert, dass es mal richtig ruhig sein kann. Das ist nicht besser oder schlechter - es ist eben anders." Besonders intensiv war es zuletzt immer, als die Zwischenstände von Manchester City die Runde machten. Vielleicht kann Klopp diesmal auf die stimmungsfördernde Schützenhilfe von Ralph Hasenhüttl hoffen, der am Sonntag mit Southampton das Team von Pep Guardiola empfangen wird.

tru