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Klopp: "Brexit, Trump, Ranieri" - Mourinhos Spezial-Shirt

Trainerstimmen zu Ranieris Entlassung

Klopp: "Brexit, Trump, Ranieri" - Mourinhos Spezial-Shirt

Mit Liverpool nächster Gegner von Claudio Ranieris Ex-Klub Leicester: Jürgen Klopp.

Mit Liverpool nächster Gegner von Claudio Ranieris Ex-Klub Leicester: Jürgen Klopp. picture alliance

Mourinho: "Ich denke, es ist Claudios Schuld"

José Mourinho (Manchester United) auf Instagram: "Englischer Meister, FIFA-'Trainer des Jahres' - entlassen. Das ist der neue Fußball, Claudio. Kopf hoch, mein Freund. Niemand kann die Geschichte löschen, die du geschrieben hast."

José Mourinho bei seiner Pressekonferenz: "Ich denke, es ist Claudios Schuld: Wäre er letzte Saison Zwölfter geworden, wäre das eine tolle Leistung gewesen, aber er wäre jetzt immer noch im Amt. Er zahlt für seinen Erfolg. Die Saison hat wahrscheinlich mit der typischen Selbstsüchtigkeit anderer angefangen. Manche denken an neue Verträge, gehen, wollen mehr Geld. Das ist Teil unserer Welt. Manche Prinzipien verschwinden gerade ein wenig. Ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht (bei Chelsea, d.Red.), aber das waren Peanuts im Vergleich zu Claudio."

José Mourinho über die die Initialen "CR" auf seinem Shirt, das er bei der Pressekonferenz trug: "Das ist meine kleine Hommage an jemanden, der die wunderbarste Geschichte in der Premier-League-Historie geschrieben hat. Er hat es verdient, dass Leicesters Stadion in Claudio-Ranieri-Stadion umbenannt wird."

Wir sind nicht immer einer Meinung aber in diesem Fall: Well done, José!

Carlo Ancelotti

Jürgen Klopp (mit dem FC Liverpool nächster Leicester-Gegner): "Er ist wirklich eine besondere Person, ein netter Kerl. Was kann ich sagen? Bin ich überrascht, dass solche Dinge passieren? Nein. Es ist nicht nur Fußball. Für mich gab es einige eigenartige Entscheidungen in 2016 und 2017 - Brexit, Trump, Ranieri. Ich weiß nicht genug darüber, ihr müsst Leicester fragen, warum sie das gemacht haben. Aber wir müssen das beste Leicester City am Montag erwarten."

Thomas Tuchel (Borussia Dortmund): "Claudio Ranieri wurde letztes Jahr in einer der schwierigsten Ligen der Welt als krasser Außenseiter Meister - und ist jetzt offensichtlich das Gesicht des Misserfolgs. Und das alles innerhalb eines Kalenderjahrs. Das ist natürlich schon ein Extrem in der Bewertung. Aber dem sind wir ja alle ausgesetzt, das ist nun mal so."

Carlo Ancelotti (FC Bayern): "Jeder ist darüber überrascht. Entlassen zu werden, ist Teil des Jobs, das ging mir genauso, zum Beispiel bei Chelsea. Er schrieb für diesen Verein eine fantastische Geschichte. Die Vereine können keine 20 Spieler entlassen. Wenn es nicht läuft, ist immer einer verantwortlich und das ist der Trainer. José Mourinho hat es richtig ausgedrückt. Wir sind nicht immer einer Meinung aber in diesem Fall: Well done, José!"

Jorge Sampaoli (FC Sevilla): "Das ist eine Sache, die mich sehr traurig macht - jemand, der etwas Unerwartetes erreicht hat und der im Jahr darauf gefeuert wird. Ich weiß nicht, was dort passiert ist und warum er weg ist. Bedauerlicherweise werden wir jede Woche beurteilt und keiner erinnert sich an das, was in der Vorwoche passiert ist."

Wenn man vor Manchester City, Manchester United und Chelsea landet und nur etwas Würde hätte, würde man sogar akzeptieren, abzusteigen.

Luciano Spalletti

Luciano Spalletti (AS Rom): "Es ist unfassbar, es gibt keine Anerkennung. Er war derjenige, der für die richtige Chemie in der Mannschaft gesorgt hat, die es überhaupt erst möglich gemacht hat, den Titel zu gewinnen. Wenn man vor Manchester City, Manchester United und Chelsea landet und nur etwas Würde hätte, würde man sogar akzeptieren, abzusteigen. Es sollte so eine Freude sein, den Titel geholt zu haben, dass man im folgenden Jahr sogar den Abstieg hinnehmen kann. Es sind immer wir Trainer, die gehen müssen. Haben Sie jemals einen Präsidenten, Offiziellen oder Spieler gesehen, der vor Saisonende entlassen worden ist?"

David Moyes (AFC Sunderland): "Es ist ein enttäuschender Tag für Trainer überall auf der Welt. Es tut mir sehr leid für Claudio. Es erinnert mich daran, wie viel Glück ich hatte, dass ich elf Jahre bei Everton war und wie wenige Leute das schaffen."

Steve Bruce (Aston Villa): "Wir reden hier über Leicester! Die Welt, in der wir heute leben, ist brutal. Die Lebensdauer eines Trainers beträgt heutzutage vielleicht noch ein Jahr. Das ist unfassbar und moralisch falsch."

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jpe

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