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Klopp wegen Salah: "Du kannst niemanden zwingen zu bleiben"

Liverpool-Trainer spielt Interview herunter

Klopp wegen Salah: "Du kannst niemanden zwingen zu bleiben"

"... und unsere Farbe ist Rot, was sowieso die schönste Farbe ist": Jürgen Klopp mit Mohamed Salah.

"... und unsere Farbe ist Rot, was sowieso die schönste Farbe ist": Jürgen Klopp mit Mohamed Salah. imago images

Schon eine Woche liegt das Interview zurück, das Mohamed Salah (28) der spanischen Zeitung "AS" gegeben hat. Und obwohl er darin nicht gerade Bahnbrechendes von sich gibt, beschäftigt es Jürgen Klopp noch immer. Vor Liverpools Auftritt gegen West Bromwich am Sonntag (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) musste der Trainer auf Nachfrage noch einmal versichern, dass zwischen ihm und Salah alles in bester Ordnung sei.

Weil Salah Real Madrid und den FC Barcelona als "Topklubs" bezeichnet hatte und man ja nie wisse, "was in Zukunft passiert", waren ihm Abwanderungsgedanken nachgesagt worden; und weil er "sehr enttäuscht" war, im abschließenden Champions-League-Gruppenspiel beim FC Midtjylland (1:1) nicht als Kapitän aufgelaufen zu sein, ein Problem mit Klopp.

Klopp räumt Fehler bei Kapitänswahl gegen Midtjylland ein

"Es ist wirklich alles gut", sagte der FIFA-Welttrainer englischen Medien. "Mo ist ein sehr wichtiger Spieler für mich, aber diese Geschichte drum herum ist es nicht." Es stimme allerdings, dass es ein Fehler war, Trent Alexander-Arnold in besagtem Spiel zum Kapitän gemacht zu haben: "Es hätte Divock Origi sein müssen."

In Abwesenheit der üblichen Kapitäne Jordan Henderson, James Milner, Virgil van Dijk und Georginio Wijnaldum erhalte nach der internen Regel derjenige Startelfspieler die Binde, der als Profi schon am längsten im Klub ist. "Es war also mein Fehler", so Klopp. "Ich habe mit Mo danach darüber gesprochen und es aufgeklärt."

"Der einzige Grund, Liverpool im Moment zu verlassen, ist das Wetter"

Und die aufgekommenen Wechselgerüchte? "Der einzige Grund, Liverpool im Moment zu verlassen", findet Klopp, "ist das Wetter. Welchen Grund soll es sonst geben? Das ist einer der weltweit größten Klubs. Wir bezahlen gutes Geld, vielleicht nicht das meiste auf der Welt, aber wir zahlen gut. Wir haben ein sensationelles Stadion mit herausragenden Fans, wir haben Anhänger auf der ganzen Welt, und unsere Farbe ist Rot, was sowieso die schönste Farbe ist."

Klar, "du kannst niemanden zwingen zu bleiben, aber das war es auch. Das haben wir übrigens auch noch nie gemacht." Auch Salah würde Liverpool im Fall der Fälle also keine Steine in den Weg legen. "Es ist nur, dass ich nicht verstehen würde, warum jemand überhaupt wegwollen würde."

Das Interview seines noch bis 2023 gebundenen Torjägers (13 Premier-League-Spiele, 13 Tore) liefert für Klopp auch keine Anhaltspunkte. "Wenn man irgendeinen Spieler auf der Welt fragt, der nicht für Barcelona oder Real Madrid spielt, ob er sich vorstellen kann, eines Tages dort zu spielen - warum sollte er sagen: 'Nein, der spanische Fußball ist nichts für mich'? Das Einzige, was er gesagt hat, ist, dass wir sehen werden und es in den Händen des Klubs liege", sagt Klopp. Und "das stimmt zu 100 Prozent".

jpe

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