Champions League

Champions-League-Finale: Jürgen Klopp spricht über Rache

Optimismus bei Thiago

Klopp spricht über Rache für 2018 - und zitiert deutsche Redewendung

Im Einklang mit der Tasse: Jürgen Klopp auf der Pressekonferenz am Mittwoch.

Im Einklang mit der Tasse: Jürgen Klopp auf der Pressekonferenz am Mittwoch. IMAGO/PA Images

"Es war schwer zu akzeptieren", schaute Klopp auf das 1:3 von Kiew 2018 zurück. "Wir sind damals auf drei Rädern reingefahren. Einige Spieler sind gerade noch zurückgekommen, wir konnten Mo (Salah, Anm. d. Red.) nach seiner Verletzung nicht 1:1 ersetzen." Salah selbst hatte seine Auswechslung bei seinem Pressekonferenz-Auftritt kurz zuvor sogar als "den schlimmsten Moment" seiner Karriere bezeichnet. Dass der LFC ein Jahr später ausgerechnet in Madrid den Henkelpott gewann, sei dann "eine Art von Rache" gewesen.

Diese Aussage wollte Klopp im Anschluss nicht missverstanden wissen. "Ich glaube nicht an Rache, aber ich verstehe es", sagte der deutsche Coach. "Wenn du denkst, dass Rache eine fantastische Sache ist, dann verstehe ich das. Aber es ist nicht das Richtige für uns."

Um seinen Ausführungen Nachdruck zu verleihen, verwies er im auf Englisch geführten Interview auf eine deutsche Redewendung: "In Deutschland sagen wir: 'Man trifft sich immer zweimal im Leben.' Das hört sich bedrohlicher an, als es ist. Wenn du dich wieder triffst und es besser machst, bekommst du auch ein anderes Ergebnis."

Die CL-Finals 2018 und 2022

Ob es dazu wirklich kommt? Zuletzt hatten die Reds vor allem zu Beginn ihrer Partien Schwierigkeiten, gerieten in fünf der letzten sechs Pflichtspiele in Rückstand. Einen speziellen Fokus auf dieses offenkundige Problem habe er aber nicht gelegt. "Es geht nicht darum, nicht das erste Tor zu kassieren, sondern darum, immer zu reagieren", erläuterte er. "Wenn du denkst, dass ein Champions-League-Finale einfach so für dich läuft, dann bist du naiv. Es wird ein sehr langes Spiel, vielleicht über 120 Minuten. Wir müssen immer auf Kurs bleiben und konstant auf die Dinge reagieren, die passieren."

Wende bei Thiago: "Die Chancen stehen gut"

So dürfte es Klopp umso mehr freuen, dass er für etwaige Reaktionen womöglich eine Option mehr hat als angenommen. Bei Mittelfeldspieler Thiago seien die Einsatzchancen deutlich gestiegen, verkündete der LFC-Coach.

"Ich habe ihn eben drin getroffen und die Chancen stehen gut, dass er am Samstag dabei ist", sagte er über den Spanier, der sich beim 3:1 gegen Wolverhampton am Sonntag verletzt und zu Wochenbeginn im Training gefehlt hatte. "Nach dem Spiel war ich nicht so optimistisch, aber es sieht nicht so schlecht aus. Es sieht so aus, als könne er morgen trainieren."

mib