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Klopp lobt Mourinho: "Sehe viele Ähnlichkeiten zu uns"

Liverpools Abwehrsorgen vor Topspiel gegen Tottenham

Klopp lobt Mourinho: "Sehe viele Ähnlichkeiten zu uns"

Am Mittwoch wartet viel Arbeit: Jürgen Klopp und Liverpools Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold.

Am Mittwoch wartet viel Arbeit: Jürgen Klopp und Liverpools Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold. picture alliance

Dass José Mourinho Tottenham Hotspur nach knapp einem Drittel der Saison an die Tabellenspitze führen würde, hatte im Sommer kaum jemand erwartet - Jürgen Klopp offenbar schon. "Ich bin von Tottenhams Entwicklung nicht überrascht", sagte der Trainer am Tag vor der größtmöglichen Reifeprüfung für die Spurs: dem Auswärtsspiel bei Meister Liverpool (Mittwoch, 21 Uhr, LIVE! bei kicker).

"Mourinho hat sie in eine Ergebnismaschine verwandelt"

Die Vorsaison hatte Tottenham 40 Punkte hinter den Reds abgeschlossen, jetzt sind sie punktgleich und haben seit dem ersten Spieltag (0:1 gegen Everton) nicht mehr verloren. Mourinho, den so viele schon abgeschrieben hatten, "hat Comeback-Qualitäten gezeigt, falls es überhaupt ein Comeback war", so Klopp. "Es ist sehr beeindruckend, was er bei Tottenham macht. Er hat sie in eine Ergebnismaschine verwandelt. Sie gewinnen auch dann, wenn sie nicht auf höchstem Niveau spielen."

Dabei seien die Spurs alles andere als eine reine Kontermannschaft, als die sie immer noch gerne dargestellt werden. "Ich sehe in ihrem Spielstil sogar viele Ähnlichkeiten zu uns, wie sie formiert sind, wie sie aufbauen - sie spielen richtig Fußball!" Es störe sie zwar nicht, auch mal abzuwarten, Ergebnisse zu verteidigen und auf Konter zu lauern. "Aber das ist nicht ihre einzige Stärke", warnt Klopp. "Du kannst nicht Erster sein, wenn du nur konterst."

Kane und Son legten sich gegenseitig schon zwölf Tore vor

Zwei weitere Stärken sind der ganzen Liga bekannt: Harry Kane (neun Tore/zehn Vorlagen) und Heung-Min Son (zehn Tore, vier Vorlagen). "Bei ihnen hat es wirklich Klick gemacht", weiß auch Klopp. In Liverpool kann Tottenhams Traumpaar einen Premier-League-Rekord einstellen, einen Saisonrekord wohlgemerkt: 1994/95 hatten sich Alan Shearer und Chris Sutton gegenseitig 13 Treffer aufgelegt, Kane und Son stehen jetzt schon bei zwölf.

Klopps Problem: "Wenn man die beiden ruhigstellt, haben sie immer noch viele richtig gute Spieler. Das ist ein echtes Team." Steven Bergwijn spiele gerade in Kontersituationen eine wichtige Rolle, und Tanguy Ndombelé, in der Regel als Zehner eingesetzt (und Mitte der zweiten Hälfte ausgewechselt), sei "jetzt zu 100 Prozent angekommen" in der Premier League.

Bilden wieder zwei Mittelfeldspieler Liverpools Innenverteidigung?

Da kommt es Klopp nicht gelegen, dass er im Abwehrzentrum womöglich mal wieder experimentieren muss. Neben den Langzeitverletzten Virgil van Dijk und Joe Gomez ist Joel Matip (genau wie Naby Keita) für das Tottenham-Spiel fraglich. Gut möglich also, dass am Mittwoch wie beim jüngsten 1:1 bei Fulham nach der Pause Jordan Henderson und Fabinho die Innenverteidigung bilden müssen - zwei gelernte Mittelfeldspieler.

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jpe

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