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Klopp geht die Titelmission mit Konaté und Luis Diaz an - Thiago verschwindet

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Klopp geht die Titelmission mit Konaté und Luis Diaz an - Thiago verschwindet

Ist rechtzeitig fit geworden - oder doch nicht? Liverpools Thiago.

Ist rechtzeitig fit geworden - oder doch nicht? Liverpools Thiago. IMAGO/PA Images

Aus dem Stade de France berichtet Thomas Böker

Hat Thiago nach seinem verletzungsbedingten Ausscheiden im Saisonfinish der Premier League den Wettlauf gegen die Zeit doch noch verloren?

Der Reihe nach: Kurz nach dem Match gegen Wolverhampton hat Reds-Coach Jürgen Klopp noch sehr skeptisch geklungen, was einen Einsatz seines linken Achters angeht. Doch die medizinische Abteilung hat jüngst so gute Arbeit geleistet, dass der Ex-Münchner bereits am Donnerstag wieder trainiert hat. Mit Thiago ist der sechsmalige Champions-League-Sieger deutlich schwieriger auszurechnen, das ist klar.

Doch offenbar ist die Fitness doch noch nicht bei 100 Prozent: Denn auf einmal hat es an diesem Samstag eine Schrecksekunde gegeben: Der vor zwei Jahren vom FC Bayern geholte Techniker ist gegen 20.30 Uhr angeschlagen vom Feld marschiert, hat sich mit seinem Trainer ausgetauscht und ist in den Katakomben verschwunden - nur um kurz darauf wieder zurück aufs Feld zu kommen, um wieder mit dem Ball zu arbeiten.

Neue Hoffnung nach zunächst geplatzter Einsatzfreude? Zunächst eher nicht: Thiagos Einsatz ist anfangs doch gefährdet worden, was auch daran festzumachen gewesen ist, dass sich der Spieler nach seiner Rückkehr auf den Rasen länger auch mit seinem Ersatzmann Naby Keita unterhalten hat. Weil es aber Probleme beim Einlass gegeben und sich der Anstoß in Paris deswegen von ursprünglich 21 Uhr auf 21.30 Uhr verzögert hat, könnte das dem Fußballer am Ende doch wieder geholfen haben - weil plötzlich macht sich Thiago wieder intensiv warm.

Glücksbringer Konaté

In der Innenverteidigung ist derweil offen gewesen, ob Klopp neben seinem Chef Virgil van Dijk auf den Ex-Leipziger Ibrahima Konaté oder den früheren Schalker Joel Matip setzt. Die Wahl ist auf Konaté gefallen, wohl wegen seiner Physis - und eventuell auch wegen seines Titels als Glücksbringer. Der in Paris geborene Abwehrmann hat schließlich schon 28-mal für die Reds ein Pflichtspiel bestritten - und noch nie verloren (23 Siege, fünf Remis).

Allerdings hat der Franzose gegen Wolverhampton nicht gut ausgesehen, sodass ein Einsatz Matips, der selbst eine klasse Saison in der Abwehrzentrale gespielt und vor drei Jahren im Finale der Königsklasse gegen Tottenham sogar das Tor zum 2:0-Endstand vorbereitet hat, auch im Bereich des Möglichen gewesen ist.

Vorne links ist die Wahl Klopps nicht überraschend auf Luis Diaz gefallen, sodass Sadio Mané auf die Neun rückt. Diogo Jota und Roberto Firmino bleibt nur ein Startplatz auf der Bank.

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