Bundesliga

Klopp-Berater Kosicke: Wie er "Mia san mia" zum Bayern-Slogan machte

Anekdote im "kicker meets DAZN"-Podcast

Klopp-Berater Kosicke: Wie er "Mia san mia" zum Bayern-Slogan machte

Mochte die bayerische "Mia san Mia"-Attitüde als Kind nicht: Marc Kosicke.

Mochte die bayerische "Mia san Mia"-Attitüde als Kind nicht: Marc Kosicke. imago images

Die Bayern-Fans lieben ihn, alle anderen können ihn kaum noch hören: Der selbstbewusste Spruch "Mia san mia" gehört inzwischen fest zur DNA des Rekordmeisters. Dass es dazu kam, haben die Münchner einem gebürtigen Bremer und Werder-Anhänger zu verdanken.

Alles begann 2008, als Marc Kosicke mit Oliver Bierhoff in einem Flieger zu einer FIFA-Veranstaltung saß - genau wie Uli Hoeneß. Und der damalige Bayern-Manager "hat sich aufgeregt, dass die Spieler bei Bayern, gerade die Neuzugänge, nicht so ein Bayern-München-Gefühl haben und gar nicht wissen, was Bayern München bedeutet", berichtet Kosicke in der neuen Folge des "kicker meets DAZN"-Podcasts.

Was bedeutet denn das - Bayern München?

"Und da hatte ich ihn gefragt: 'Herr Hoeneß, was bedeutet denn das - Bayern München? Welche Botschaften sollen gesendet werden?' Und da guckte er mich an und sagte: 'Nee, so was haben wir nicht, können Sie so was?'", so Kosicke weiter. "Ich war gerade mal ein Jahr selbstständig und habe natürlich gesagt: 'Klar, kann ich!'"

Und so wurde eine etwa achtköpfige Arbeitsgruppe vom Fanshop-Mitarbeiter bis zum Jugendakademieleiter zusammengestellt, die in vier Wochen die Bayern-München-Werte erarbeitete. Der Name der "Bibel", die dabei entstand, habe für ihn "von Anfang an" festgestanden, sagt Kosicke, "weil ich es als kleiner Junge im Weserstadion gehasst habe, wenn die Bayern mit dieser Mia-san-mia-Attitüde kamen und in der 90. Minute noch gewonnen haben."

Nein, das ist die Raumstation.

Uli Hoeneß während der Debatte zur Schreibweise von "Mia san Mia"

Bei der Abschlusspräsentation habe er dann die "Bibeln in Lederhosen-Leder" ausgeteilt, den Titel, den er "mal irgendwo gelesen" hatte, aber noch mit Tape abgeklebt. "Irgendwann haben dann Rummenigge und Hoeneß das abgerissen: 'Mia san mia - ja, wird das so geschrieben? Wird das nicht mit R geschrieben?' Dann sagt Hoeneß: 'Nein, das ist die Raumstation.'"

Seitdem hat "Mia san mia" eine erstaunliche Karriere an der Säbener Straße gemacht. "Hätte ich damals gewusst, was mit diesem Slogan alles angestellt wird, hätte ich mir damals vielleicht noch Lizenzrechte gesichert", lacht Kosicke. "Das als Wink mit dem Zaunpfahl an Bayern München."

Außerdem plaudert Kosicke im Podcast über seinen Kumpel und Vermieter Jürgen Klopp, über das Image seines Klienten Florian Kohfeldt, die Trennung von Julian Nagelsmann, seine Arbeit für Lars Windhorst - und den Moment, als Holger Stanislawski als Köln-Trainer zu ihm sagte: "Ich will noch nicht mal mehr Geld haben, ich will einfach nur aufhören."

KMD #61 - Sandro Schwarz
30. November 202001:25:58 Stunden

KMD #61 - Sandro Schwarz

Die neue KMD-Folge steht ganz unter dem Motto „Liebesgrüße aus Moskau“, denn aus der russischen Hauptstadt hat sich Sandro Schwarz zugeschaltet. Der Cheftrainer von Dynamo berichtet darüber, wie es eigentlich um seine Russisch-Kenntnisse steht, welche drei Phasen er nach dem Rauswurf bei Mainz 05 durchlaufen hat und wer in der Spieler-WG mit Marco Rose früher für den Abwasch zuständig war. Außerdem erklärt kicker-Reporter Matthias Dersch die Dortmunder Niederlage gegen Köln und das Phänomen Moukoko. Um den restlichen Spieltag kümmern sich Spielersong-Legende Schlüter und Langschläfer Zander im bilateralen Austausch. Enjoy!

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jpe