3. Liga

Klingenburg: "Ich habe heute den Luca Toni gemacht"

Kaiserslautern kommt langsam in Fahrt

Klingenburg: "Ich habe heute den Luca Toni gemacht"

Erzielte das 1:0 gegen Osnabrück: Kaiserslauterns René Klingenburg.

Erzielte das 1:0 gegen Osnabrück: Kaiserslauterns René Klingenburg. imago images/Eibner

Im Fritz-Walter-Stadion weiter ungeschlagen, die Westkurve wieder mit Zuschauern gefüllt, endlich zwei Siege in Folge eingefahren und dabei auch noch verdient gegen den VfL Osnabrück gewonnen: Für die Roten Teufel gab es am späten Samstagnachmittag viele Gründe, zufrieden nach Hause zu gehen. "Das musst du erstmal so spielen, die Leistung in der ersten Hälfte war sehr, sehr stark", freute sich Chefcoach Marco Antwerpen nach 2:0-Sieg gegen zuvor sechsmal in Folge ungeschlagenen Gäste aus Niedersachsen am "MagentaSport"-Mikrofon. "Wir spielen hier nicht gegen Laufkundschaft", betonte auch René Klingenburg. "Umso schöner ist es, dass wir zwei Siege hintereinander einfahren konnten."

Der Routinier hatte daran selbst großen Anteil. Wie schon gegen Verl wurde er am Samstag hinter der Sturmspitze Daniel Hanslik aufgeboten und stellte die gegnerische Defensive nicht nur einmal mit seinem großen Radius vor Probleme. Dabei ließ sich der 27-Jährige diesmal sogar seltener nach hinten fallen, um vorne eine Anspielstation zu bieten. "Ich habe heute den Luca Toni gemacht. Viel hinten war ich nicht und habe eher auf die langen Bälle gelauert", beschrieb er seinen Arbeitsauftrag.

Gekonntes Zusammenspiel mit Wunderlich

Dass dieser aufging, zeigte sich schon nach wenigen Minuten: Nach einer Flanke von Mike Wunderlich war Klingenburg einen Schritt schneller und wuchtete die Kugel per Flugkopfball ins Tor zum 1:0. "Mike und ich kennen uns schon etwas länger. Ich weiß, dass er immer den Blick oben hat", beschrieb der Torschütze die Entstehung seines zweiten Saisontreffers, der den ungefährdeten 2:0-Sieg einleitete.

Einige setzen da gerade Akzente.

Marco Antwerpen über seine Startelf-Kandidaten

Nach dem frühen 1:0 baute der FCK durch eine seiner zahlreichen Eckball-Varianten, die "die Jungs inzwischen selbst erarbeiten" (Antwerpen), seine Führung aus - und verteidigte für den Rest des Spiels konzentriert, "weil alle mitmachen", lobte der Cheftrainer und führte Wunderlich und Nicolas Sessa beispielhaft für die Arbeit nach hinten an.

Viele Gründe, die Startelf im kommenden Auswärtsspiel beim TSV Havelse zu verändern, hat Antwerpen damit nicht - trotz der Rückkehr von Felix Götze nach dessen schwerer Kopfverletzung und zahlreichen anderen Optionen im Kader. Schon gegen Osnabrück begann er mit demselben Personal wie beim 2:0 gegen Verl. Den Spielern sei klargemacht worden, dass sie ihren Startelfplatz selbst in der Hand haben, sagte Antwerpen und fügte zufrieden an: "Einige setzen da gerade Akzente." 

pau